Hebelzertifikate, mit denen Kunden Geld machen (Christian Drastil)

Die DayWAVEs auf den DAX werden seit Mitte Dezember 2009 von der Deutsche Bank angeboten. Es handelt sich dabei um Knock- Out Scheine, also Hebelprodukte. Die Laufzeit beträgt jeweils nur einen Handelstag bzw. 14 Stunden. Christian-Hendrik Knappe erklärte im Dezember die Funktionsweise folgendermassen: „Jeden Morgen um 8 Uhr geht es los. Dann emittiert x-markets für die folgenden 14 Stunden mindestens einen Day- WAVE-Call und einen WAVE-Put. Das sind Knock-Out-Scheine, die immer dann enden, falls eine definierte Punkte-Grenze des jeweils aktuellen DAX-Futures unter- beziehungsweise überschritten wird. Doch auch falls dieses KO-Ereignis nicht passiert, endet die Laufzeit der Produkte am Ende des Tages, sprich am Ende des ausserbörslichen Handels um 22 Uhr. Dann mit Rückzahlung des inneren Wertes“, so Knappe.

Ein halbes Jahr später emittiert die Deutsche Bank x-markets täglich bereits 20 Scheine (heisst: 20 WKNs) auf den DAX-Future, die Produkte würden von den Profis sehr gut angenommen, so Knappe. Den Abstand zwischen den einzelnen Strikes habe man auf 25 DAX-Punkte reduziert, das Angebot umfasse für jeden Tag 10 Calls und Puts. Und: „Die Kunden verdienen mit diesen Scheinen Geld“, vor allem charttechnik-orientierte Daytrader „wissen, was sie tun“. Der Wegfall des Overnight-Risikos sei ein grosser Vorteil.

Natürlich habe man zwischendurch die DayWAVEs intern auf den Prüfstand gestellt, weil „es doch ein hoher Aufwand ist“, so Knappe, der hier z.B. die täglich neuen Kennnummern anführt. „Aber die Umsätze sind gut, weil sich die Produkte für Trading und Hedging eignen“. Die DayWAVEs bleiben im Angebot.

(23.07.2010)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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