10 Prozent Verzinsung bei österreichischen Bundesanleihen (Christian Drastil)

Liebe Leser! Längst Vergessenes bzw. Gestriges wird in diesem Sommer wieder heftig disktutiert. Einerseits Substanzsteuern wie die Vermögenssteuer, weiters eine Rückkehr zum Schilling. Rückwirkend betrachtet war die DM-Bindung früher natürlich ein Idealszenario für die österreichischen Sparer und Bundesanleihenkäufer, da die österreichischen Bundesbonds aufgrund der Schuldenpolitik Kreiskys in der Spitze um bis zu 2,5 Prozentpunkte höhere Verzinsungen boten als ihre D-Pendants. Was den Staat viel Geld kostete, freute den Sparer (heute gibts auch Staatsschulden, aber die Zinsen werden räuberisch tief gehalten).

1981 konnte man zB 10jährige Ö-Bonds mit Renditen von deutlich mehr als zehn Prozent erwerben. Erst Ende der 80er bzw. in den frühen 90ern ging diese Risikoprämie für Österreich (die ja nie schlagend wurde, weil der Schilling vs. DM wie ein Felsen hielt) auf fast null zurück. Die Renditeeinengung zu D war dabei weniger auf das EU-Beitrittsansuchen Österreichs (1989) denn auf die deutsche Wiedervereinigung zurückzuführen. Schulden machten nun auch die Deutschen.

(für den Börse Express, 30.8.)

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(30.08.2012)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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