Starke Zahlen für 2025, aber ein gedämpfter Ausblick – das ist die Mischung, die Lindt & Sprüngli-Aktionären heute den Appetit verdirbt. Der Kursrutsch von über zehn Prozent spricht eine deutliche Sprache.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 liest sich auf den ersten Blick beeindruckend. Der Gesamtumsatz kletterte um 8,2 Prozent auf 5,92 Milliarden Franken. Der Reingewinn stieg auf 727,2 Millionen Franken – ein Plus gegenüber den 672,3 Millionen Franken aus dem Vorjahr. Auch operativ lief es rund: Das Ebit wuchs um 9,8 Prozent auf 971 Millionen Franken, die operative Marge verbesserte sich leicht auf 16,4 Prozent.
Doch hinter den Zahlen steckt ein Haken. Das Wachstum kam vor allem durch die größte Preiserhöhung der Unternehmensgeschichte zustande – nicht durch mehr verkaufte Tafeln Schokolade. Tatsächlich sank das abgesetzte Volumen spürbar. Der Premiumhersteller verkaufte schlicht weniger, verdiente aber mehr pro Stück. Ein Modell mit Ablaufdatum, wie die heutige Marktreaktion zeigt.
Für 2026 rechnet das Unternehmen nun mit einem organischen Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent. Bislang hatte es sechs bis acht Prozent in Aussicht gestellt. Als Begründung nennt der Konzern die eingetrübte Konsumentenstimmung, die unter anderem auf den anhaltenden Nahostkonflikt zurückzuführen sei. Gleichzeitig will Lindt & Sprüngli 2026 wieder stärker über Volumenwachstum punkten – also tatsächlich mehr Schokolade absetzen statt nur höhere Preise durchzusetzen.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lindt & Sprüngli?
Ob dieser Schwenk gelingt, bezweifeln Anleger offenbar. Der Kursrutsch von mehr als zehn Prozent heute signalisiert, dass der Markt die neue Wachstumsstrategie mit Skepsis beäugt. Angesichts einer gedämpften Verbraucherstimmung und eines schwierigen Umfelds ist die Messlatte für das laufende Jahr hoch gelegt – zumindest was die Erwartungshaltung der Investoren betrifft.
Der breitere Schweizer Aktienmarkt zeigte sich heute derweil robust: Der SMI schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 13.065 Punkten. Lindt & Sprüngli stach damit als klarer Ausreißer nach unten hervor.
Anzeige
Lindt & Sprüngli-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lindt & Sprüngli-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Lindt & Sprüngli-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lindt & Sprüngli-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lindt & Sprüngli: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
» Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot ...
» Börsegeschichte 11.3.: Extremes zu Uniqa (...
» Nachlese: Peter Thier, Deadline by Thalia ...
» PIR-News: Research zu Palfinger, News zu P...
» Frequentis als Early-Bird-Highlight beim B...
» UPD und PZM fusionieren zum Universitären ...
» Mentale Stärke wird zum Pflichtprogramm im...
» First Metro Philippine Equity ETF: Heftige...
» Nvidia Aktie: Volle Fahrt voraus ( Finanzt...
» First Metro Philippine Equity ETF: Heftige...
Der philippinische Aktienmarkt erlebte in den vergangenen Tagen eine Achterbahnfahrt der Gefühle...
» Nvidia Aktie: Volle Fahrt voraus ( Finanzt...
Nvidia geht mit einer bemerkenswerten Kombination aus Rekordfinanzen, neuer Softwarestrategie un...
» Libra Energy Materials: Rohstoff-Sicherung...
Der Sektor für Energiematerialien steht vor einem Umbruch, da Batteriehersteller verstärkt auf h...
» Intel Aktie: Fokus auf Industrie-KI ( Fina...
Während der KI-Boom oft mit riesigen Rechenzentren in Verbindung gebracht wird, treibt Intel die...
» FMC Aktie: Digitale Patientenoffensive ( F...
FMC verstärkt im wichtigen US-Markt die digitale Aufklärung, um chronische Nierenerkrankungen fr...