Der Aristotle Growth Equity Fund hat seine komplette Position in UnitedHealth verkauft. Der Ausstieg erfolgte am 26. Februar 2026 – kurz nachdem der Versicherungskonzern seine Gewinnprognose gesenkt hatte. Die Fondsmanager nannten den gesenkten Ausblick als ausschlaggebenden Grund für die Liquidation.
Doch die gesenkten Erwartungen sind nur ein Symptom. Die gesamte Branche steht vor grundlegenden Veränderungen. Pharmakonzerne wie Eli Lilly und Pfizer verkaufen Medikamente zunehmend direkt an Verbraucher – und umgehen damit die traditionellen Pharmacy Benefit Manager (PBM), auf die Versicherer wie UnitedHealth angewiesen sind.
Das bisherige System funktionierte so: PBMs erhielten hohe Rabatte von Pharmaherstellern, wenn sie deren teurere Markenmedikamente statt günstiger Generika bevorzugten. Diese Rabatte behielten die PBMs größtenteils selbst – die Versicherungsprämien stiegen trotzdem. Laut einer Analyse des American Consumer Institute trägt genau diese Praxis maßgeblich zu den steigenden Gesundheitskosten bei.
Der Direktvertrieb schafft transparente Preise und macht die PBM-Zwischenstufe zunehmend überflüssig. Für UnitedHealth, das mit Optum auch einen großen PBM betreibt, bedeutet das einen direkten Angriff auf eine wichtige Ertragsquelle.
Parallel dazu nimmt der regulatorische Druck zu. Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) überwachen Medicare-Advantage-Programme mittlerweile automatisiert über das Health Plan Management System. Anbieter müssen kontinuierlich nachweisen, dass ihre Ärztenetze den Anforderungen entsprechen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?
Im Medicaid-Bereich geht die Trump-Administration aktuell hart vor: Minnesota wurden 259 Millionen Dollar an Medicaid-Zahlungen gestoppt. Gleichzeitig ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mindestens 200 Gesundheitsdienstleister wegen Betrugsverdachts. Die Behörden stufen insgesamt 5.800 Anbieter in 14 Medicaid-Programmen als Hochrisiko ein.
Für UnitedHealth, als größter Anbieter von Medicare-Advantage- und Medicaid-Plänen, bedeutet diese Entwicklung erhöhte Compliance-Kosten und verschärfte Prüfungen. Die Kombination aus sinkenden Margen im PBM-Geschäft, steigenden regulatorischen Anforderungen und einer gesenkten Gewinnprognose erklärt, warum institutionelle Investoren derzeit Positionen abbauen.
Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. FACC, RBI...
» Börsepeople im Podcast S23/20: Michael Hof...
» ATX-Trends: Erste Group, FACC, wienerberge...
» HMW Mobility: Wie eine österreichische Tra...
» US-Bundesbehörde plant radikale Reform der...
» Alzchem Group Aktie: Umsatzdelle, aber Gew...
» Santander Aktie: Ambitionierter Wachstumsp...
» Bundestag plant neues Sterbehilfe-Gesetz f...
» Ubisoft Aktie: Strategische Neuausrichtung...
» Mobico Aktie: Prognose übertroffen ( Finan...
» Alzchem Group Aktie: Umsatzdelle, aber Gew...
Der Spezialchemiehersteller Alzchem Group aus Trostberg hat die Geschäftszahlen für 2025 vorgele...
» Santander Aktie: Ambitionierter Wachstumsp...
Santander hat auf seinem Investorentag in London eine umfassende Strategie für die Jahre 2026 bi...
» Ubisoft Aktie: Strategische Neuausrichtung...
Bei Ubisoft Entertainment vollzieht sich ein bedeutender Umbau in der internen Struktur. Gestern...
» Mobico Aktie: Prognose übertroffen ( Finan...
Die Aktie der Mobico Group verzeichnete heute deutliche Kursgewinne, nachdem das Unternehmen die...
» Volkswagen Aktie: China-Alarm ( Finanztrends)
Der Volkswagen-Konzern muss auf dem wichtigsten Automarkt der Welt die Notbremse ziehen. Alarmie...