Darm-Hirn-Herz-Achse: Probiotika könnten Herz schützen ( Finanztrends)

Berliner Forscher entdecken eine direkte Kommunikationslinie zwischen Darm, Gehirn und Herz. Ein bakterielles Stoffwechselprodukt steuert über Nervensignale die Entspannung des Herzmuskels. Diese neue Achse erklärt, warum eine gestörte Darmflora das Risiko für Bluthochdruck erhöhen kann.

Ein Molekül macht den Unterschied

Im Zentrum der Entdeckung steht Indol-3-Acetat. Bestimmte Darmbakterien produzieren diesen Stoff. Das Forschungsteam vom Max Delbrück Center wies nach, dass dieses Molekül über Nervenzellen im Gehirn wirkt. Diese senden wiederum Signale an das Herz.

Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, wird diese Kette gestört. Die Folge: Das Gehirn feuert zu viele anregende Signale zum Herzen. Der Herzmuskel versteift sich und kann sich nicht mehr richtig entspannen – ein klassisches Merkmal beginnender Herzschwäche.

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Probiotika als neuer Therapieansatz?

Die Studie, veröffentlicht im Fachblatt „Circulation Research“, eröffnet einen völlig neuen Blick auf die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Könnten probiotische Bakterien künftig das Herz schützen?

Die Autoren sehen hier großes Potenzial. Eine gezielte Erhöhung von schützenden Stoffwechselprodukten wie Indol-3-Acetat könnte eine innovative Therapiestrategie werden. Dies ließe sich durch spezielle Probiotika, Nahrungsergänzungsmittel oder eine angepasste Ernährung erreichen.

Jeder Stamm hat seine Spezialität

Die Wirkung von Probiotika ist längst belegt, variiert aber stark je nach Bakterienstamm. Lactobacillus acidophilus unterstützt etwa die Verdauung, Bifidobacterium bifidum stärkt die Darmbarriere. Bekannt sind auch positive Effekte bei Antibiotika-bedingtem Durchfall oder Reizdarmbeschwerden.

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Die neue Studie weitet dieses Wirkungsspektrum nun entscheidend aus. Sie zeigt: Der Einfluss des Darms reicht bis zum wichtigsten Muskel des Körpers.

Kein Allheilmittel, aber eine vielversprechende Spur

Experten mahnen dennoch zur Vorsicht. Probiotika sind kein Wundermittel und wirken bei jedem Menschen unterschiedlich. In der EU dürfen Hersteller den Begriff „probiotisch“ nur verwenden, wenn die gesundheitsfördernde Wirkung wissenschaftlich belegt ist.

Genau hier setzt die Berliner Forschung an. Sie liefert einen konkreten Mechanismus, der in weiteren klinischen Studien überprüft werden muss. Die Vision ist eine personalisierte Medizin, bei der Probiotika gezielt auf das individuelle Mikrobiom und Herzrisiko abgestimmt werden.



(27.02.2026)

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