Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag nach zuletzt drei Gewinntagen in Folge wieder etwas zurückgekommen. Der ATX stand zum Handelsende um 0,59 Prozent im Minus bei 3.684,49 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime verlor 0,59 Prozent auf 1.844,50 Zähler. Auch im europäischen Umfeld wurden Abgaben registriert. Vor dem Wochenende hatten die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed den Aktienkursen dies- und jenseits des Atlantiks starken Auftrieb gegeben. Dass die Aktienbarometer in den USA am Montag weiter zulegten und der US-Leitindex Dow Jones neue Rekorde setzte, stützte den heimischen Markt nicht. Zum Wochenauftakt galt es für die Marktakteure, das versuchte Attentat auf Ex-Präsidenten Donald Trump einzuordnen. "Der Wahlkampf in den USA dürfte mit dem Attentat auf Trump in die heiße Phase treten und es ist davon auszugehen, dass Trump den Vorfall für sich zu nutzen weiß und politisches Kapital daraus schlagen wird", kommentierten die Experten der Helaba. Experten gehen davon aus, dass die Chancen für Trump bei den Präsidentschaftswahlen im November gestiegen seien. Die Blicke dürften sich nun auf den Parteitag der Republikaner richten, der von Montag bis Donnerstag stattfindet. Konjunkturdaten fielen am Montag inzwischen kaum ins Gewicht. Daten zur europäischen Industrieproduktion überraschten zum Wochenstart leicht positiv und auch ein Stimmungsindikator aus dem US-Bundesstaat New York für Juli trübte sich geringer als erwartet ein. In den Blick rücken dürfte zudem die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Finanzaktien profitierten nur vorübergehend von unerwartet guten Quartalsergebnissen der US-Investmentbank Goldman Sachs.
BAWAG schlossen letztlich ein Prozent im Minus und RBI verloren 0,2 Prozent. Erste Group hielten sich 0,3 Prozent im Plus. Leichter schlossen Industriewerte. Andritz verloren 1,7 Prozent. Schwach entwickelten sich auch Versorger, für Anteile am Verbund ging es klare 2,6 Prozent hinab. Nach einer Bestätigung der Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank stiegen Palfinger-Aktien um 1,8 Prozent. Im Vorfeld der Zahlen zum Monatsende rechnet Analyst Lars Vom-Cleff zwar weiterhin mit einer schwachen Kundennachfrage. Jedoch dürfe das Unternehmen auch von Preis- und Business-Mix-Effekten, einer Entspannung der Lieferkette und sinkenden Inputpreisen profitieren, so Vom-Cleff. Im Telekomsektor legten Telekom Austria und EuroTeleSites im Vorfeld von Quartalszahlen 0,1 respektive 1,1 Prozent zu. Austriacard eroberten mit 3,3 Prozent Plus den Spitzenplatz im prime market. Die Titel werden heute ex-Dividende gehandelt."
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