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ATX-Trends: FACC, Warimpex, A1 Telekom Austria, OMV, Verbund, UBM ...

Mit Zuwächsen konnten die wichtigsten europäischen Börsen den gestrigen Handelstag beenden. Der Brexit ist jetzt einmal bis Oktober verschoben, obwohl die Märkte eigentlich keinen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU erwarteten. Dies zeigte die doch relativ verhaltene Reaktion auf das Ergebnis des EU-Gipfels. Am meisten profitierten die Fluglinien von der Entscheidung, International Consolitated Airlines konnten 5,9% Zugewinn erzielen, easyJet verbesserte sich sogar um 7,6%. Auch Lufthansa und Air France-KLM legten jeweils 3,1% zu. LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton konnte mit den Umsatzzahlen die optimistischsten Erwartungen übertreffen und erzielte ein Tagesplus von 4,6%, das beflügelte auch Kering, das um 2,2% anziehen konnte. Atos will mit CloudBees und Google eine Cloud Lösung für Unternehmen anbieten, dadurch konnte sich der IT-Dienstleister mit einem Plus von 6,5% an die Spitze des französischen Leitindex setzen. Sodexo lieferte ebenfalls gute Zahlen und bekräftigte den Ausblick, was eine Verbesserung von 2,9% brachte.

EssilorLuxottica konnte von einer Kaufempfehlung durch Citigroup profitieren und um 1,9% vorrücken. Wieder in den Blickpunkt rückte auch die mögliche Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank , beide Titel konnten einen Zuwachs von rund 3,0% erzielen. Bei Siltronic kam es nach der Gewinnwarnung des Vortages zu zahlreichen negativen Analystenkommentaren, wodurch der Waferhersteller weitere 4,5% abgeben musste. Aurubis litt unter einer Verkaufseinstufung durch Goldman Sachs , der Kupferkonzern schloss mit einer 3,9% tieferen Notierung.

Der ATX konnte sich den dritten Tag in Folge befestigen, das heimische Börsenbarometer schloss mit einem Aufschlag von 0,9%. Auch in Wien gab es deutliche Zuwächse durch gute Ergebnisse, Immofinanz war nach den Verlusten im Jahr 2017 wieder deutlich in die Gewinnzone gekommen und kündigte auch eine Erhöhung der Dividende über den Erwartungen an, das bedeute ein Kursplus von 4,4%. Auch UBM Development konnte das Ergebnis im abgelaufenen Jahr deutlich steigern, Analysten äußerten sich positiv zu den vorgelegten Zahlen und zeigten sich weiter optimistisch, der Titel konnte um 2,4% anziehen. Warimpex konnte im Zuge dieser Ergebnisse ebenfalls eine Verbesserung von 2,1% erreichen. Einen guten Tag hatten die Banken, allen voran die Erste Group mit einem Tagesgewinn von 2,4%, auch Raiffeisen konnte sich um 1,5% verbessern, bei der Bawag stand zu Handelsschluss ein Plus von 1,1% zu Buche. Nur kurz währte die Erholung bei OMV , gestern musste der Ölkonzern wieder 0,7% abgeben, Schoeller-Bleckmann zeigte sich gestern hingegen wieder befestigt und zog um 0,5% an. Die Analysten der Deutschen Bank erhöhten das Kursziel für Verbund , beliessen aber die Einstufung auf „Hold“, die Aktie reagierte kaum und beendete den Tag nahezu unverändert. Telekom Austria plant laut Medienberichten den weiteren deutlichen Abbau von Beamten in den kommenden Jahren, diese Nachricht führte zu einem kleinen Aufschlag von 0,2%. Gesucht war am gestrigen Tag auch FACC , für den Flugzeugzulieferer ging es 3,9% nach oben.

Ohne viel Bewegung verlief gestern der Handel in den USA, gute Wirtschaftsdaten konnten die Investoren nicht aus der Reserve locken und die großen Indices schlossen den Tag nahezu unverändert gegenüber den Schlusskursen des Vortages. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurden für die vergangene Woche mit 196.000 gemeldet, ein derart niedriger Wert war letztmals vor rund 50 Jahren erzielt worden. Die US-Produzentenpreise waren im März gestiegen und lagen insgesamt über den Erwartungen. Sonst wurde der Handel von Quartalszahlen bei einigen Unternehmen bestimmt, Bed Bath & Beyond lieferte das erste negative Quartalsergebnis seit nahezu drei Jahrzehnten und musste 8,8% abgeben. Für die Investoren enttäuschend waren auch die Zahlen von Costco, vor allem der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück und schickte den Aktienkurs 1,8% talwärts. Tesla stand auch wieder einmal im Blickpunkt des Interesses, laut Medienberichten will der Elektroautohersteller den Ausbau der weltweit größten Batteriefabrik in Zusammenarbeit mit Panasonic wegen sinkender Margen auf Eis legen, der Aktienkurs sackte um 2,8% ab. Boeing konnte sich leicht erholen und war mit einem Plus von 1,4% stärkster Wert im Dow Jones Index. JPMorgan tendierte im Vorfeld der heutigen Ergebnispräsentation leicht stärker und legte 0,8% zu, schwächster Wert im Dow Jones war United Health mit einer Abgabe von 4,3%., dies war neben einer allgemeinen Schwäche des Sektors einer Senkung des Kursziels durch einen Analysten geschuldet.

Öl tendierte gestern schwächer, Brent verbilligte sich um 1,3%, bei WTI betrug die Abgabe 1,6%. Gold musste im Verlauf des Tages einige Einbußen hinnehmen, gegen Handelsende war eine Unze des Edelmetalls den Anlegern nur mehr 1.293 US-Dollar wert. Der Handel zwischen Euro und US-Dollar verlief unaufgeregt, der Euro tendierte nach unten und wurde gegen Abend bei einem Wert von rund 1,125 gegen den Greenback gehandelt.

In Europa sind die Märkte vorbörslich unverändert indiziert. In Asien schliessen die Märkte uneinheitlich. Sowohl von der Unternehmensseite wie auch von der Makroseite ist es heute relativ ruhig.



(12.04.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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