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ATX-Trends: Amag, FACC, Kapsch, Telekom Austria, voestalpine ...

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte litten am Freitag erneut unter der Risikoaversion der Investoren und mussten leicht abgeben. Vor allem am Nachmittag machte die schwache Eröffnung in den USA Schwierigkeiten und liess die wichtigsten Indices in negatives Territorium absinken. Im Branchenvergleich gab es zum Wochenausklang fast nur Verlierer. Am härtesten traf es die Autobauer  und -zulieferer, dieser Sektor musste mehr als 2,0% abgeben. Hier belastete ein Medienbericht, wonach das US-Handelsministerium im schwelenden Konflikt um höhere Zölle auf in der EU-gefertigte Autos nun konkrete Vorschläge präsentiert hat.

Zusätzlich drückten die schwachen Jahresergebnisse des deutschen Kabelspezialisten LEONI auf die Stimmung, der nach der Streichung der Dividende einen Einbruch von 32,1% hinnehmen musste. Einziger Gewinner unter den Sektoren waren die Medien- und die Medizinbranche, die beide leicht positiv schliessen konnten. Weiter unter dem schwachen Ergebnis zu leiden hatte Societe Generale , auch am Freitag musste die französische Großbank 2,8% abgeben. Der norwegische Düngemittelhersteller Yara konnte nach der Zahlenpräsentation anfänglich deutlich zulegen, dann änderte sich jedoch die Stimmung und schlussendlich gab es für den Titel ein Minus von 3,5%. Weiter nicht zur Ruhe kommen die Aktionäre von Wirecard , zum Wochenausklang ging es für den Titel 12,5% nach unten, nachdem bekannt wurde, dass es in den Büroräumen in Singapur zu einer Hausdurchsuchung gekommen war. Ceconomy, die Mutter von Media-Markt und Saturn, konnte sich nach einer besser als befürchteten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal über einen Kurssprung von 26,8% freuen. SAP konnte auf einer Investorenveranstaltung mit einem klarem Konzept überzeugen und war mit einem Plus von 0,8% größter Gewinner im DAX .

Nur wenige Wirtschaftsdaten stehen diese Woche in Europa zur Veröffentlichung an, am Mittwoch die Industrieproduktion in der Eurozone, am Donnerstag BIP-Daten aus Deutschland und der Eurozone und am Freitag die spanischen Inflationszahlen. In vollem Gang ist dafür die Berichtssaison in Europa, heute berichtet Michelin, morgen dann Kering, Scout24 , thyssenkrupp , Metro und Natixis, am Mittwoch Heineken, ABN Amro, Akzo Nobel, Smurfit Kappa, Liberty Global und Unibail-Rodamco, am Donnerstag Schneider Electric, Commerzbank , Airbus, KBC, AstraZeneca, Credit Agricole, Cabgemini, Credit Suisse , Nestle, Air Liquide und Vivendi und am Freitag noch Electricite de France, Allianz , Eni und Royal Bank of Scotland.

Mit einer schwächeren Notierung verabschiedete sich auch der ATX ins Wochenende, für das heimische Börsenbarometer ging es am Freitag 1,3% nach Süden. AMAG konnte sich nach der deutlichen Senkung des Kurszieles durch die Baader Bank erholen und schloss unverändert. Als Grund für die Senkung wurde die Volatilität beim Aluminiumpreis angegeben, das Geschäftsmodell wurde durchaus lobend erwähnt. Voestalpine musste nach den schwachen Quartalszahlen weiter abgeben und endete auch zum Wochenschluss 1,9% tiefer. Einen schwachen Tag hatten die Banken, die Erste Group erlitt einen Abschlag von 0,9%, Raiffeisen Bank International gab 1,0% ab, am stärksten erwischte es die Bawag mit einem Minus von 2,5%. Auch für die Ölwerte verlief der Handelstag nicht besonders gut, während OMV unverändert schliessen konnte stand bei Schoeller-Bleckmann ein Minus von 3,0% zu Buche. Gewinner des Tages war Rosenbauer , der Feuerwehrausstatter durfte sich über einen Zuwachs von 2,6% freuen. Gesucht war auch FACC , für den Flugzeugzulieferer endete der Handelstag mit einer 0,8% höheren Notierung. Ebenfalls in der Gunst der Investoren hoch angesiedelt war Kapsch TrafficCom, die Aktie konnte um 1,5% anziehen. Morgen werden Rosenbauer und Telekom Austria die Ergebnisse vorlegen, am Donnerstag dann Marinomed.

Nach einem schwachen Beginn konnten die Aktienmärkte in den USA deutlich aufholen, schlussendlich verblieb für den Dow Jones ein Minus von 0,3%, wobei in den Augen vieler Investoren die Tatsache wichtig ist, dass sowohl die 25.000 Punkte Marke als auch die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie verteidigt werden konnte. Der S&P 500 konnte sogar, ebenso wie der Nasdaq 100 Index, um 0,1% stärker schliessen als am Vortag. Anhaltende Handelssorgen hatten für die schwache Eröffnung gesorgt. Entgegen bisheriger Hoffnungen wird sich US-Präsident Donald Trump nicht vor dem am 1. März auslaufenden Ultimatum im Handelsstreit mit Chinas Staatschef Xi Jinping treffen, wie bereits am Donnerstag bekannt geworden war. Trump hatte am Rande einer Verhandlungsrunde zu dem Handelsstreit in der vorigen Woche gesagt, ein endgültiges Abkommen müsse von ihm selbst und von Xi unterzeichnet werden. In der kommenden Woche reist eine hochrangige US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin zu weiteren Gesprächen nach China. Licht und Schatten gab es bei den Unternehmenszahlen. Mattel lieferte ein überraschend starkes Ergebnis und wurde mit einem Aufschlag von 23,2% belohnt. Hasbro lag mit den Zahlen noch unterhalb der schwächsten Erwartungen und musste 1,0% abgeben. Der Schuhproduzent Skechers lieferte ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorfeld angenommen und durfte sich über einen Kurssprung von 15,2% freuen.

Die zur Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten in den USA ist nach wie vor schwer zu bestimmen, weil es noch immer zu Änderungen durch den Government-shutdown kommen kann,  am Dienstag kommen Daten zu den persönlichen Einnahmen und Ausgaben  und die Baubeginne, am Mittwoch folgen Inflationszahlen, am Donnerstag die Produzentenpreise, der Bloomberg Index für das Konsumentenvertrauen und die üblichen Arbeitslosendaten und am Freitag der Empire Manufacturing Index, die Importpreise, die Einzelhandelsumsätze, die Industrieproduktion, die Kapazitätsauslastung und der Michigan Sentiment Index. In den USA hat die Berichtssaison auch schon wieder ihren Höhepunkt überschritten, heute berichtet Dun & Bradstreet, morgen Under Armour und Activision Blizzard, am Mittwoch Hilton, MGM Resorts, Williams Cos, Cisco und AIG, am Donnerstag, Maxwell Technologies, Coca Cola, Applied Materials, CBS und NVIDIA , am Freitag noch Kraft Heinz, Deere und PepsiCo. Zusätzlich berichten diese Woche noch eine Reihe weiterer Unternehmen aus der zweiten Reihe.

Leicht positiv verlief der Freitag für die Ölpreise, Brent konnte 0,8% zulegen, WTI verteuerte sich um 0,2%. Gold konnte in der zweiten Tageshälfte dazugewinnen und wurde gegen Abend bei einem Wert von rund 1.314 US-Dollar gehandelt. Der Euro musste gegen den US-Dollar etwas abgeben, das Währungspaar fand gegen Ende des Handels einen Kurs von rund 1,1325.

Die europäischen Börsen sind etwas schwächer indiziert. Die US-Börsen schliessen mit roten Vorzeichen. Während die chinesischen Börsen aufgrund der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest weiterhin geschlossen sind, beenden die restlichen asiatischen Börsen die Handelswoche mit Verlusten. Sowohl von der Makroseite wie auch von Unternehmensseite ist es heute relativ ruhig.



(11.02.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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