Die vielleicht grösste Frage für langfristige Investoren ist, ob man die Tatsache, dass grosse Banken deutlich unter Buchwert notieren (in Deutschland die Deutsche Bank, dazu JP Morgan – auch vor dem Wal – oder Goldman), nicht bereits langsam für Akkumulationskäufe nutzen solle.
Es ist klar, dass die Kurse der Bankaktien ganz tief im Keller sind und es gibt eine Gruppe an Privatanlegern, die einfach unpackbar gerne ins fallende Messer greift. Im Regelfall sieht sich diese Gruppe davor die langfristigen Charts an. Dann wird, bei unterstellter positiver Fortbestandsprognose für das Unternehmen, ein bisschen geträumt, wo das Papier schon einmal war und vielleicht wieder hingehen könnte.
Und da kommt, anders als zB bei Indizes, die – bis zB auf den Nikkei oder den ATX – ihre alten Höchststände immer wieder im Visier haben, die grosse Gefahr: Denn viele Bankaktien werden ihre alten Höchststände nicht mehr sehen. Das klingt final und ist es auch. Eine Commerzbank 2012 kann man mit jener der Jahretausendwende schon rein strukturell nicht mehr vergleichen. Oder die UniCredit, da habe ich aus der Sicht derjenigen, die aus den Austro-Legenden wie ÖLB, CA, Z oder Bank Austria via HVB in die UniCredit gelangt sind, mal eine Aufstellung recherchiert. Arg, oder?
Also bitte: Charts weg, das ist bei Banken “Äpfel/Birnen”.
Ausnahmen gibt es natürlich auch: Die Erste Group ist zwar auch lange nicht dort, wo sie einmal war, aber jedenfalls ist es noch das gleiche Papier, das man 1997 gekauft hat.
Gut mit Geld: Wenn die Bank kracht
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