Bilder zum Event: 10 Jahre voestalpine Mitarbeiterbeteiligung; Motivation vs. Spekulation (Christian Drastil)

"10 Jahre voestalpine Mitarbeiterbeteiligung" - eine schöne Sache, auch wenn Werner Faymann dies als Spekulation interpretiert (siehe Antwort drei unter http://www.be24.at/blog/entry... ).

Im Jahr 2000 hatten Management und Betriebsrat des voestalpine-Konzerns gemeinsam ein - für viele zu diesem Zeitpunkt überraschendes - Konzept ausgearbeitet: die Mitarbeiter sollen sich mit eigenem Aktienbesitz am Unternehmen beteiligen. Mittels Stimmrechtsbündelung sollen sie zu einem stabilen Kernaktionär werden und als individuelle Aktionäre auch Anteil am Erfolg der voestalpine haben. Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten wurde diese Idee gemeinsam in die Tat umgesetzt, 2001 die erste Betriebsvereinbarung abgeschlossen.

In dieser Woche wurde in Linz die 10-jährige Erfolgsgeschichte gefeiert. Der Rahmen war ein Symposium mit dem Thema Mitarbeiterbeteiligung, bei dem auf die Entstehung, die Bedeutung und die mögliche weitere Entwicklung dieses europaweit einzigartigen Beteiligungsmodells Bezug genommen wurde. Die voestalpine-Mitarbeiterbeteiligung umfasst derzeit die rund 20.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller 49 Gesellschaften des voestalpine-Konzerns in Österreich.

„Dass es uns gemeinsam gelungen ist, ein so einzigartiges Modell über die Interessengegensätze hinweg zu entwickeln, das ist schon etwas Besonderes“, sagte Konzernbetriebsratsvorsitzender Hans-Karl Schaller im Rahmen des Symposiums. Und CEO Eder: „In der voestalpine machen die Menschen den Unterschied. Sie machen auch unseren Erfolg aus. Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ihren Anteil an diesem Erfolg bekommen“.

Ich ziehe den Hut und frage mich, wo hier die Spekulation ist. Ich sehe Motivation; etwas, das in Wiener Regierungskreisen leider aktuell als uncool verkauft wird. Gratulation nach Linz.

(21.01.2011)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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