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ATX-Trends: OMV, SBO, Porr, Do&Co, Andritz ...

Den Schwung der Vorwoche konnten die europäischen Börsen nicht mitnehmen, nach den deutlichen Kurszuwächsen kam es gestern zu Gewinnmitnahmen und die wichtigsten Indices beendeten den Tag mit tieferen Notierungen. Zusätzliche Belastung kam durch EZB-Chef Mario Draghi, der der wirtschaftlichen Entwicklung ein gutes Zeugnis ausstellte, wodurch die Möglichkeit von früheren Zinsschritten als bislang angenommen deutlich erhöht wurde. Grund zur Freude hatten gestern die Besitzer von Medienaktien, dieser Subindex war der eindeutig stärkste in Europa mit einem Plus von 1,4%. Getrieben wurde der Sektor vor allem von Sky , wo der US-Kabelgigant Comcast den Milliardenübernahmekampf gegen den Murdoch-Konzern 21st Century Fox gewonnen hat. Sky reagierte daraufhin mit einem Kurssprung von 8,6%. Schwächster Sektor am gestrigen Handelstag waren die konjunktursensiblen Autohersteller mit einer Abgabe von 1,5%. Barrick Gold will den vor allem in Afrika tätigen Goldminenbetreiber Randgold übernehmen, dessen Aktien reagierten daraufhin mit einem Zuwachs von rund 6,0%. Der Reiseveranstalter Thomas Cook musste seine Gewinnerwartungen auf Grund des heißen Wetters in Mitteleuropa und eines Preiskampfes im Last-Minute-Geschäft noch einmal reduzieren, die Aktie brach daraufhin um 28,1% ein. Die deutsche Optikerkette Fielmann litt unter einem negativen Analystenkommentar und musste 5,9% tiefer schliessen.

Der ATX konnte sich gegen das europäische Umfeld fast den ganzen Tag über behaupten und handelte im grünen Bereich, mit der Schlussauktion rutschte auch das österreichische Börsenbarometer ins Minus uns schloss mit einer leichten Abgabe von 1,06 Punkten. AT&S litt unter den seit gestern gültigen Importzöllen in den USA für Einfuhren aus China und war mit einem Minus von 3,7% einer der schwächsten Werte. Stark hingegen die Öltitel auf Grund der steigenden Rohstoffpreise, OMV gewann 3,9% dazu und auch Schoeller-Bleckmann konnte sich um 2,6% steigern. Do&Co ist seit gestern wieder im ATX gelistet und ersetzt dort Porr , am ersten Handelstag als neues Indexmitglied schloss der Titel 1,2% stärker. Porr musste gestern 0,9% abgeben. Andritz war mit einem Minus von 4,5% schwächstes Index-Mitglied, nach den Gewinnen der Vorwoche entschlossen sich anscheinend viele Investoren dazu, ihre Gewinne zu realisieren. Trotz der gestiegenen Zinserwartungen verlief der Tag gestern für die österreichischen Banken schlecht, die Erste Group konnte mit einem Minus von 0,4% die Verluste noch einigermaßen in Grenzen halten, bei Bawag betrug der Abschlag 1,2% und die Raiffeisen musste 1,8% tiefer schliessen. Zu Abgaben kam es auch bei der Telekom Austria , der Titel endete 2,1% tiefer als zum Wochenschluss.

Auch an der Wall Street wurde der jüngsten Rekordjagd erst einmal Tribut gezollt, Dow Jones und S&P 500 schlossen mit Abgaben, lediglich der Nasdaq -Index konnte ein leichtes Plus von 0,1% in den Handelsschluss retten. Auch in den USA war der gewonnene Bieterkampf um Sky ein Thema, Copmcast schloss mit einer Abgabe von 6,0%, 21st Century Fox konnte rund 1,5% dazugewinnen. Hauptprofiteur war Disney , da der Unterhaltungsriese andernfalls einen hohen Aufschlag für Teile von Sky im Zuge der Übernahme des Unterhaltungsgeschäftes von Fox zahlen hätte müssen. Disney war mit einem Plus von knapp 2,2% Spitzenreiter im Dow. Die Übernahme von Randgold durch Barrick wurde auch in den USA begrüßt, die Aktien von Barrick stiegen um knapp 5,5%. Skeptisch wurde hingegen die Übernahme des Internet-Radios Pandora durch den Satellitenradiobetreiber Sirius XM gesehen. Pandora verlor 1,2%, Sirius sackte um 10,3% ab. Auch die Übernahme von Versace durch Micheal Kors fiel auf wenig Gegenliebe bei den Anlegern, der Modekonzern schloss mit einer 8,2% tieferen Notierung.

Deutlich zulegen konnten die Ölpreise, Brent erzielte einen Tagesgewinn von 3,1% und handelte auf dem höchsten Wert seit mehr als 4 Jahren, WTI verzeichnete ein Plus von 1,8%. Gold konnte während des Tages leicht dazugewinnen, schloss aber dann nahezu unverändert bei 1.199 US-Dollar. Der Euro konnte die zwischenzeitlichen Gewinne gegen den US-Dollar ebenfalls nicht ins Ziel retten, gegen Abend wurde das Währungspaar nahezu unverändert zum letzten Schluss bei rund 1,175 gehandelt.

Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der Makroseite ist es relativ ruhig. Von der Unternehmensseite berichtete Buwog Ergebnisse.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

BUWOG

BUWOG AG, an dem die deutsche Vonovia SE über 90% der Anteile hält, blickt auf das 1. Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2018 zurück, nachdem in der außerordentlichen Hauptversammlung der BUWOG AG am 4. Mai 2018 die Umstellung des Wirtschaftsjahres auf das Kalenderjahr beschlossen wurde. Die maßgebliche Kennzahl für die BUWOG, der Recurring FFO, verringerte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 19% auf EUR 34,1 Mio. Dies resultiert vor allem aus einem Rückgang des Ergebnisbeitrags aus dem Property Development, der im 1. Quartal des Rumpfjahres 2018 durch Projektvorlaufkosten aufgrund von Grundstücksankäufen und weniger Fertigstellungen bzw. Verkäufe geringer ausfällt als im 1. Quartal 2017/18. Dem stehen ein fast unverändert starker Ergebnisbeitrag aus dem Asset Management und ein Ergebnisanstieg des Property Sales gegenüber. Der EPRA Net Asset Value, welcher insbesondere der Darstellung der nachhaltigen Vermögenspositionen dient, verbesserte sich gegenüber dem 30. April 2018 von EUR 26,32 je Aktie auf EUR 26,75 je Aktie. Darüber hinaus konnte die Eigenkapitalquote um 0,4 Prozentpunkte auf 53,3% gesteigert werden. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten verringerte sich geringfügig auf 2,02% (30. April 2018: 2,06%). Der Loan-to-Value verzeichnete zum Stichtag 31. Juli 2018 einen leichten Anstieg um 0,6 Prozentpunkte auf 33,4%, bewegt sich aber auf konstant niedrigem Niveau. Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Asset Management beläuft sich auf EUR 38,4 Mio und ist somit konstant hoch (Q1 2017/18: EUR 38,5 Mio.). Die monatliche Nettokaltmiete pro m² verbesserte sich im 1. Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2018 um 4,0% auf EUR 5,41 bei einem Like-for-like-Mietwachstum von 3,1%. Die Gross Rental Yield liegt bei 5,0%, und der Leerstand ging leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5% zurück (2,3% exklusive erforderlicher Leerstand für den Einzelwohnungsverkauf).



(25.09.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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