Die Sache mit den ATX-Puts (Christian Drastil)

Im Grunde schreiben wir im Börse Express meist über Optionen auf Einzelaktien, selten über den ATX. Zufällig brachten wir vorgestern einen Bericht über ATX-Optionen, weil ja der Markt auch wieder einmal fallen könne.

„Wer der Meinung ist, dass dieser ATX-Anstieg zu schnell gegangen ist, kann sich über ATX-Puts absichern. Der 4500er-Put März kostet beispielsweise nur ca. 40“, hiess es am Montag.

Werfen wir aktuell Blick auf diesen Put: Die Quotierung lautete am Vormittag bereits „253 auf 274“. Das heisst, man hätte ein Investment schon vervielfacht.

Nun haben wir im Titel aber „absichern“ und „Protective“ geschrieben und nicht „Spekulation“. Spekulanten würden den Put jetzt vielleicht sofort glattstellen, für die Absicherungswilligen tritt ja gerade jetzt das Versicherungsszenario ein. Portfoliomanager können über ATX-Puts das Risiko fast exakt steuern, es gibt da diverse „Hedging-Rechner“ (vereinfacht ausgedrückt), die die nötigen Grössenordnungen präsentieren. Der Private kann dies natürlich nicht so gut umsetzen, weil hier ja auch eine tägliche Justierung notwendig wäre.

Vom grundsätzlichen Effekt her kommt es aber aufs Gleiche raus. Die Absicherung funktioniert, weil man mit den Put-Gewinnen die Aktienverluste etwas auffangen kann. Kommt natürlich auf die Grössenordnungen an.

(28.02.2007)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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