Praktikantenaspirantenaspirin und chinesische Solarpraktikanten

Ich mag ihn, den Praktikantenaspiranten-Burschen, auch wenn er ein bissl angerührt ist und hie und da ein Praktikantenaspirantenaspirin braucht. Die nächste Aufgabe bekommt er auch: Bis Ende Juli eine nette Börserunde in Graz zusammenzustellen.

"Liebes Tagebuch! 

Soso, ein Bursche bin ich also… Der Alltag eines Praktikantenaspiranten kann sehr hart sein. Kopfwehverursachend hart. Manchmal benötige ich dann Praktikantenaspirantenaspirin. Insbesondere dann, wenn mein Chef Herr Drastil mir eine weitere Aufgabe zuteilt, die dann immer ungleich schwieriger ist, als es die vorherige war. Manche Menschen sehnen sich nach Anerkennung und Lob für ihre Arbeit. Das habe ich schon aufgegeben. Ich freue mich bereits über die Zurkenntnisnahme.

Was mein Hobby, das Value Investing angeht, so habe ich wieder etwas dazu gelernt, nämlich die Wichtigkeit des Geschäftsmodelles und dessen Rentabilität. Es gibt nämlich Unternehmen, die mit jedem Euro Kapital, das sie in ihr Geschäft investieren, mehr erwirtschaften, als andere. Das Problem ist allerdings, dass Unternehmen und Branchen, in denen es möglich ist, mit wenig Kapitalaufwand viel Geld zu verdienen, viele Konkurrenten anziehen. Plötzlich wollten z.B. alle Solarmodule bauen, sogar die Chinesen… Im Normalfall passiert das so lange, bis die Rentabilität in einer ehemals überdurchschnittlich profitablen Branche auf ein „normales“ Level absinkt (bzw. zeitweilig sogar darunter). Die Rentabilität sinkt deshalb, weil einerseits der Kapitalaufwand steigt (mehr und v.a. teurere Infrastruktur, mehr teure Firmenübernahmen, etc.) und andererseits der Gewinn zurückgeht (die Preise müssen aufgrund des Wettbewerbs gesenkt werden, der Personalaufwand steigt, die Werbekosten nehmen zu, etc). Einige wenige Unternehmen schaffen es aber, diesen Wettbewerbskräften zu trotzen und quasi auf Dauer überdurchschnittlich rentabel zu bleiben. Diese Unternehmen haben dann einen „dauerhaften Wettbewerbsvorteil“. Worin dieser begründet sein kann, muss ich allerdings erst lernen.

PS: Was die Fotoqualität betrifft, die mein Chef „bemängelt“, so ist ihm doch nach dem Börse Social Network Day schon klar geworden, dass ich keinen Computer habe. Für mich als logisch denkende Person liegt dann nahe, keine hochauflösende Digitalkamera anzuschaffen, die man dann schwerlich an einen Computer anstecken kann, den man nicht besitzt."

About: http://www.christian-drastil.com/blog/praktikant/ 

Praktikanten-Blog: http://boerse-social.com/smeil/entry_ranking_2014/143;bargain-magazinecom 



(05.06.2014)

Doris Gstatter (IR & mehr), Daniel K. (Praktikantenaspirant), Thomas Hapala (wikifolio), (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)


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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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