Mit heutigem Tag (1. April) werden die von Verbund emittierten Green and Sustainability-Linked Notes in den Handel der Wiener Börse aufgenommen. Die Anleihe kombiniert die Merkmale einer ökologisch-nachhaltigen Verwendung von Erlösen mit einem Zinssatz Step-up, der an unternehmensweite Nachhaltigkeitsziele gebunden ist („Sustainablity-linked“). Der Green Bond hat, wie berichtet, eine Laufzeit von 20 Jahren, ein Volumen von 500 Mio. Euro, die Stückelung liegt bei 100.000 Euro, der Zinssatz beträgt 0,9 Prozent. Für die nachhaltige Strukturierung wurde laut Verbund ein Preisvorteil von ca. 10 bis 15 Basispunkten („Greenium“) erzielt. Die vierfach überzeichnete Anleihe dient zur Finanzierung klar definierter nachhaltiger Projekte, die im Einklang mit der EU Taxonomie stehen. Die Investoren kommen laut Verbund zu ca. 40 Prozent aus Deutschland, ca. 15 Prozent aus Benelux, je ca. 10 Prozent aus Frankreich und UK. Der Rest verteilt sich auf Schweiz, Südeuropa, Österreich. Der Bond wurde von einem Konsortium bestehend aus JP Morgan, Bank of America, Societe General, Morgan Stanley und Erste Group begleitet.
Verbund ( Akt. Indikation: 63,05 /63,20, 1,81%)
Und noch ein Bond: Die OeKB hat ihren mittlerweile zweiten Sustainability Bond begeben. Die in der vergangenen Woche begebene Anleihe der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) stieß den Angaben zufolge auf großes Interesse bei mehrheitlich SRI (Socially Responsible Investment) -fokussierten Investoren. Die Netto-Emissionserlöse des Sustainability Bonds werden zu 71 Prozent zur (Re-)Finanzierung von Umweltprojekten und zu 29 Prozent zur (Re-)Finanzierung von Sozialprojekten der Oesterreichischen Entwicklungsbank AG (OeEB) verwendet. Das Volumen liegt bei 1 Mrd. Norwegischer Kronen (rund 100 Mio. Euro), die Laufzeit beträgt 5 Jahre.
Der seit kurzem in Wien gelistete Schweizer SaaS-Lösungsanbieter beaconsmind hat Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Ergebnisse würden mit einem negativen EBITDA von 0,9 Mio. Franken und einem Umsatz von 0,15 Mio. Franken der bei Börsennotierung im Februar 2021 gegebenen Prognose folgen, so das Unternehmen. Der Umsatz lag 70 Prozent unter dem des gleichen Zeitraums im Jahr 2019 von 0,5 Mio. Franken. Die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf die Kunden von beaconsmind seien deutlich spürbar gewesen, vor allem auf Grund von Ladenschließungen in nahezu allen Märkten, erklärt das Unternehmen. Beaconsmind erwartet für das Kalenderjahr 2021 ein positives EBITDA von 1 Mio. Franken und 11 Mio. Franken Umsatz. Dieser signifikante Wachstumsschub soll durch die Reaktivierung von zuvor verschobenen Roll-Outs und neuen Kundenakquisitionen mit umfangreichen Filialnetzen ermöglicht werden, in denen die beaconsmind-Lösung zum Einsatz kommen soll. Darüber hinaus stieß das Unternehmen bei der lokalen Roadshow seiner Zweigstelle im Nahen Osten eigenen Angaben zufolge auf großes Interesse von Retail-Unternehmen. Die geschäftsfreundliche Eröffnungspolitik und die laufenden Impfkampagnen würden die Bedeutung der geografischen Diversifizierung, die den Kern der internationalen Expansionsstrategie des Unternehmens bildet, bestätigen, heißt es. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr gut finanziert - die liquiden Mittel zum Ende des Halbjahres liegen bei 1,9 Mio. Franken.
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 01.04.)
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