Die Wette auf die nächste Griechen-Rettung, Spekulation andersrum

"Die grosse Wette auf die nächste Griechen-Rettung" titelt der Spiegel vielleicht politisch nicht ganz korrekt, aber politisch korrekt sind die Bailouts meiner Meinung nach auch nicht. Und einerseits freut man sich jetzt riesig über die Käufer der Anleihen, andererseits gelten sie als Spekulanten.

Diagnose: Die Welt ist krank. Vielleicht muss deshalb so viel gerettet werden. Ich glaube, den Menschen ist das ganze Retten längst zu viel. Man will keine Staaten retten, keine Pleitebanken oder Baumärkte. Auch nicht hunderttausende arbeitsunwillige Menschen retten, denn nichts anderes leistet ja das überschwappende Sozialsystem. Mit diesem werden auch Jobs gerettet, denn die Verwaltung der zu Rettenden sichert Jobs und ist den Politiker einen Riesenbatzen unseres Steuergeldes wert. Man hat aber das Retten satt. Wenn man einfach viel rigoroser nicht-rettet, bleibt mehr Geld -  Geld für die wirklichen Härtefälle und nicht für die Hängematte von Menschen und Staaten, denen ja mittlerweile jeglicher Anreiz fehlt. Gerettet werden hat doch was. Das sind die wahren Spekulanten. Jene, die auf ihre eigene Rettung wetten. Nicht jene, die ihnen Geld geben.

--- bezogen auf ... ---

Athens Rückkehr an den Kapitalmarkt: Die große Wette auf die nächste Griechen-Rettung - SPIEGEL ONLINE
Die Anleger reißen sich um die frischen griechischen Staatsanleihen. Für Athen ist das eine gute Nachricht. Für deutsche Steuerzahler nicht. Denn die Finanzmärkte spekulieren offenbar bereits auf den nächsten Bailout.

--- ... einen Artikel auf Spiegel Online ---


(10.04.2014)

Baden, Strand Griechenland 2012, The Pigs, (c) Carlos Spottorno (Phree und RM Verlag)


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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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