Aktien Trophy, Ausgangssituation Semifinale + Formkurven
Die Runde 3 der Aktien Trophy begann mit vier Gewinntagen in Folge im ATX. Doch dann kam der (doch unerwartete) Brexit und der ATX verlor an einem einzigen Handelstag 7,04 Prozent. Einen derartigen heftlgen Tagesabgang hatte man zuletzt im Jahr 2009 gesehen. Nur ganz wenige Titel schafften ein Wochenplus, darunter einer der vier hier in der Folge vorgestellten Semifinalisten: Buwog. Der mit Abstand beste Titel seit Turnierbeginn bleibt aber Kapsch TrafficCom, auf das Plus von 16,75 Prozent fehlen selbst der Buwog 11 Prozentpunkte, Kapsch ist jedoch bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Das Semifinale läuft nur 3 Tage, ist bereits mit den Mittwoch-Schlusskursen entschieden. Es ist aber zu erwarten, dass die nächsten drei Handelstage genauso spannend wie eine ganze Handelswoche werden. Dafür steht der MInus-7-Prozent-Freitag. Und der Brexit wird uns weiter beschäftigen.
Hier zu den beiden Semifinal-Duellen
Buwog vs. voestalpine
Buwog gewann in Runde 1 mit +6,17 zu +0,11 gegen Porr, setzte sich in Runde 2 mit -1,98 zu -2,32 gegen den zweiten Bautitel, Strabag, durch. Im Viertelfinale wurde AT&S mit 1,71 zu - 3,45 besiegt. Die voestalpine schlug erst die FACC mit +1,29 zu -1,91, dann den Verbund mit -1,4 zu -3,44 und letztendlich Palfinger mit -0,13 zu -2,25. Seit Turnierstart: Buwog Nr. 2 von 32 mit 5,85%, voestalpine Nr. 6 von 32 mit -0,26%. voestalpine-CEO Wolfgang Eder hatte noch am Freitag in einem Statement den Brexit bedauert, aber mitgeteilt, dass es keine unmittelbaren Auswirkungen auf die voestalpine geben würde. Letztendlich ist es auch ein Duell eines mittelfristigen ATXFive-Aspiranten (Buwog) gegen einen ATXFive-Wert (voestalpine). Seit Jahresbeginn ist die Buwog 0,5 Prozent im Minus, während voestalpine 9,01 Prozent im Plus liegt.
Mayr-Melnhof vs. OMV
Mayr-Melnhof war zunächst gegen die Österreichische Post mit +0,39 vs. -3,11 siegreich, dann mit -2,34 zu -6.00 gegen Immofinanz und im Viertelfinale mit -1,50 zu -2,15 gegen RHI (bei der CEO Struzl krankheitsbedingt wohl länger ausfällt, gute Besserung an dieser Stelle).
Mayr-Melnhof ist damit sicher der Glücklichste der Semifinalisten, auch mit der schwächsten Performance seit Turnierstart in diesem Quartett. Gegner OMV besiegte Semperit mit +3,46 zu +0,1, dann die EVN im stärksten Duell der Vorwoche mit -1,56 zu -1,92 und jetzt Wienerberger - die Aktie wurde bereits im Vorfeld als einer der grössten Verlierer eines potenziellen Brexits gehandelt - mit -0,67 zu -9,14. Seit Turnierstart: Mayr-Melnhof Nr. 11 von 32 mit -3,43%, OMV Nr. 3 von 32 mit 1,16 %, seit Jahresbeginn liegt Mayr-Melnhof 13,97 Prozent im Minus, die OMV um 6,47 Prozent.
Hinweis für die Buy&Hold-Wertung: Der Flughafen Wien führt effektiv mit Montag einen 1:4 Split durch. Der Kurs geht rechnerisch auf 1/4, die Aktienanzahl vervierfacht sich.
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