Im Interview mit Börsenradio sprach Rosenbauer-Finanzvorstand Sebastian Wolf u.a. über Lieferkettenprobleme und fehlende Bauteile, die derzeit ein gewisses Nadelöhr bei Rosenbauer bilden. "Das wird uns noch bis in das Jahr 2022 hinein beschäftigen", so der CFO. Es gebe derzeit kaum eine Materialgruppe, bei der es keine Ausfälle gibt, die kompensiert werden müssen. Aufgrund des Einsatzes der gesamten Mannschaft geht Wolf dennoch von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus, "obwohl die Engpässe in allen Bereich stattfinden". Das wird auch einen Einfluss auf die Preise haben, sagt er. "Die Preiserhöhungen müssen wir einkalkulieren. Aber wir sind in einem Ausschreibungsgeschäft, daher können wir die Preise nicht 1:1 weitergeben. Für künftige Angebote müssen wir aber nach oben hin anpassen". Ein positiver Sondereffekt sind laut Wolf die Covid-19 Liquiditätshilfen, die nicht zurück bezahlt werden müssen. Auf der anderen Seite belastet der negative Sondereffekt aus der Supplychain-Disruption. Insgesamt würden sich diese zwei Effekte aber kompensieren, so Wolf. "Wir tun alles, damit wir der Materialknappheit entgegenwirken können". Auch die aktuell vielerorts stattfindenden Überflutungen und Waldbrände wurden im Börsenradio-Interview thematisiert. Bei beiden Katastrophen kommt Feuerwehr-Equipment zum Einsatz. Wie wirkt sich das auf das Rosenbauer-Geschäft aus? "Wir bekommen Anfragen im Service-Geschäft, da bei solchen Einsätzen Material verschleißt und das Equipment muss schließlich instandgesetzt werden. Bei Waldbränden hat man immer wieder gesehen, dass der politische Druck groß ist die Ausrüstung zu verbessern. So war es zB nach den Waldbränden um Moskau. Da kam es dann in Russland zu größeren Beschaffungen. Oder auch in anderen Ländern in Südeuropa. Wir denken, dass auch bei den aktuellen Fällen langfristig nach Lösungen gesucht wird und bereiten uns in unserer Enwicklungstätigkeit vor allem in Richtung Früherkennung vor. Wir wollen die Feuer schneller erkennen können und Tools und Ausrüstung dafür zur Verfügung stellen", so Wolf abschließend.
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