Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Mit leichtem Rückenwind im späten Geschäft hat der Wiener Aktienmarkt letztlich doch noch einen positiven Wochenausklang hingelegt. Nach einem überwiegend schwächeren Verlauf schloss der ATX am Freitag 0,21 Prozent fester auf 4.575,47 Punkten. Für den ATX Prime ging es 0,20 Prozent auf 2.297,52 Zähler hoch. Im europäischen Umfeld war kein klarer Trend auszumachen. Auf Wochensicht verzeichnete der ATX einen Zuwachs von zwei Prozent. Bereits am Donnerstag hatten die Hoffnungen auf einen Deal zwischen den USA und der EU im Zollstreit den ATX auf den höchsten Stand seit Ende 2007 gehievt - nun wird mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump gesetzte, jüngste Deadline am 1. August auf Neuigkeiten gewartet. Bei der Branchenauswahl gingen die Anleger offenbar auf Nummer sicher. Mit Versicherern, Versorgern und Immobilienaktien waren im späten Handel Werte aus jenen Branchen besonders gefragt, die von Zöllen vergleichsweise wenig betroffen wären. Die kommende Woche dürfte inzwischen auch mit Blick auf die Berichtssaison richtungsweisend werden, denn mit Erste Group, OMV, Andritz, Verbund, RBI und AT&S legen Unternehmen Zahlen vor, die zusammen mehr als die Hälfte der ATX-Gewichtung auf sich vereinen.
Am Berichtstag meldete Palfinger für das erste Halbjahr zwar Rückgänge bei Umsatz und Gewinn, lag mit den Zahlen jedoch leicht über den selbst erhobenen Konsensschätzungen. Die Papiere legten um 0,1 Prozent zu, nachdem sich der Kurs im bisherigen Jahresverlauf bereits verdoppelt hatte. Der Kranhersteller gilt als Profiteur der deutschen Investitionspläne. Analysten bleiben der Palfinger-Aktie gegenüber positiv eingestellt. Im Peer-Vergleich seien die Papiere unterbewertet, weswegen Cross-Trades zu einem Treiber für den Aktienkurs werden könnten. Die Absicht des Unternehmens, durch den Verkauf selbst gehaltener Aktien den Streubesitz zu steigern, ermögliche zudem größeren Investoren den Einstieg.
RBI gaben branchenkonforme 0,2 Prozent ab. Die Bank hat bei ihrer russischen Tochter 1,2 Milliarden Euro ausgebucht. Dabei handelt es sich um die erwarteten Erlöse der Bank aus dem Rechtsstreit mit dem russischen Strabag-Aktionär Rasperia Trading, die nun nicht mehr im Russland-Geschäft der Bank bilanziert sind. Das Institut ist aber nach wie vor überzeugt, die Ansprüche gegenüber Rasperia Trading in Österreich durchsetzen zu können, teilte die RBI mit.."
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