Elon Musk hat am Wochenende per X-Post den Startschuss für das Projekt „Terafab" gegeben. Tesla will eine eigene Halbleiterfabrik bauen — und damit die Abhängigkeit von externen Chiplieferanten beenden. Der Baubeginn ist für den 21. März angekündigt.
Der Kern des Problems: Lieferanten wie TSMC und Samsung können Teslas künftigen Bedarf nach Einschätzung von Musk nicht decken. Vor allem die fünfte Generation des hauseigenen KI-Chips, kurz AI5, ist für das autonome Fahren und den humanoiden Roboter Optimus unverzichtbar. Ohne gesicherte Versorgung geraten beide Programme unter Druck.
Mit „Terafab" vollzieht Tesla den Wechsel vom sogenannten fabless-Modell — also dem Verzicht auf eigene Fertigung — hin zu einem integrierten Hersteller, der Entwicklung und Produktion unter einem Dach vereint. Die geplante Anlage soll größer als bestehende Gigafactories werden und neben Logik- auch Speicher- und Packaging-Prozesse abdecken.
Branchenexperten schätzen die Kosten für ein modernes Chipwerk auf 10 bis 20 Milliarden US-Dollar. Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit mit Intel wurden erwähnt, ein konkreter Vertrag existiert bislang nicht.
Der Markt bewertet Tesla mit rund 1,47 Billionen US-Dollar — bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 362. Das spiegelt wider, wie viel Wachstumspotenzial Investoren dem Unternehmen zuschreiben. Gleichzeitig notiert die Aktie derzeit rund 18 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch.
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Unter den 41 Analysten, die Tesla beobachten, empfehlen 19 den Kauf, 13 halten die Aktie, und 9 raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 406,84 US-Dollar.
Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Halbleiterfertigung gehört zu den kapitalintensivsten und technisch anspruchsvollsten Industrien überhaupt — ein Terrain, auf dem Tesla bislang keine Erfahrung hat. Ob die Anlage rechtzeitig liefert, um die für 2027 geplante Massenproduktion des Optimus Gen 3 zu unterstützen, wird sich spätestens im kommenden Jahr zeigen müssen.
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