Im Jahr 2019 trennte sich Petrobras noch von Teilen seiner Offshore-Ölfelder. Nun vollzieht der brasilianische Staatskonzern eine bemerkenswerte Kehrtwende und kauft die Anteile für fast eine halbe Milliarde US-Dollar zurück. Dieser strategische Schritt fällt genau in eine Phase, in der die globalen Ölpreise die Marke von 100 US-Dollar überschreiten.
Am Montagabend gab das Management den Rückkauf einer 50-prozentigen Beteiligung an den Ölfeldern Tartaruga Verde und Espadarte (Modul III) im Campos-Becken bekannt. Petrobras zahlt 450 Millionen US-Dollar an Petronas, um wieder die alleinige Kontrolle über die produzierenden Anlagen zu übernehmen. Dabei nutzte das Unternehmen sein Vorkaufsrecht als bestehender Partner und zog mit dem Angebot des Konkurrenten Brava Energia gleich. Nach Abschluss der Transaktion hält Petrobras nun wieder 100 Prozent der Anteile an den Feldern.
Die beiden Felder fördern aktuell rund 55.000 Barrel Öl pro Tag. Durch die vollständige Übernahme sichert sich Petrobras nicht nur die kompletten Einnahmen, sondern gewinnt auch operative Flexibilität. Das Management plant bereits, weitere Bohrungen an die bestehende Infrastruktur im Tartaruga Verde Feld anzuschließen. Diese strikte Konzentration auf das profitable Kerngeschäft zahlt sich an der Börse aus. Die Aktie markierte am Dienstag bei 7,30 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein starkes Plus von knapp 47 Prozent.
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Das Timing der Übernahme maximiert die Cashflow-Generierung des Konzerns. Mit einem Brent-Ölpreis von über 100 US-Dollar pro Barrel spült die zusätzliche Produktion aus dem Campos-Becken direkt höhere Gewinne in die Kasse. Die Konsolidierung dieser Anlagen stärkt das Portfolio exakt in der Phase, in der das Marktumfeld für Ölproduzenten am lukrativsten ist.
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