Die Schweizerische Nationalbank hält heute ihren Leitzins unverändert bei null Prozent. Das war so erwartet worden – überraschend ist eher, was zwischen den Zeilen steht.
SNB-Präsident Martin Schlegel machte in seiner Pressekonferenz deutlich, dass die Bereitschaft der Notenbank zu Devisenmarkt-Interventionen merklich gestiegen ist. Der Hintergrund: Der Nahost-Konflikt treibt Anleger in sichere Häfen – und der Schweizer Franken gehört traditionell dazu. Eine zu starke Aufwertung der Schweizer Währung würde die Preisstabilität im Land gefährden. Die SNB will das nicht tatenlos beobachten.
Gleichzeitig bleibt der Inflationsdruck überschaubar. Im Februar lag die Teuerungsrate in der Schweiz bei gerade einmal 0,1 Prozent – also praktisch null. Zwar dürften steigende Energiepreise die Inflationsprognose für die kommenden Quartale leicht nach oben schieben, am mittelfristigen Bild ändert sich aber kaum etwas. Die SNB sieht die Inflation über den gesamten Prognosezeitraum im Zielkorridor zwischen null und zwei Prozent.
Beim Blick auf die Konjunktur klingt die Notenbank deutlich vorsichtiger. Kurzfristig könnte das Wachstum in der Schweiz „eher verhalten" ausfallen – die globale Unsicherheit macht sich bemerkbar. Mittelfristig rechnet die SNB für 2026 mit einem BIP-Wachstum von rund einem Prozent, für 2027 mit etwa 1,5 Prozent. Das größte Risiko sieht sie in der Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere in einer möglichen Eskalation im Nahen Osten.
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Der USD/CHF-Kurs stabilisierte sich nach dem Entscheid bei rund 0,7900. Das zeigt: Die Märkte hatten die Zinspause längst eingepreist. Die eigentliche Botschaft des Tages war die verschärfte Interventionsbereitschaft – und die kam an.
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