Lululemon hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem starken Schlussquartal beendet, dämpft jedoch die Erwartungen für die kommenden Monate. Während das internationale Geschäft boomt, sorgen steigende US-Einfuhrzölle und ein intensiver Wettbewerb für Sorgenfalten. Die Diskrepanz zwischen aktuellen Rekordwerten und einem vorsichtigen Ausblick bestimmt derzeit die Wahrnehmung am Markt.
In dem am Dienstagabend veröffentlichten Bericht für das vierte Quartal übertraf der Sportbekleidungshersteller die Erwartungen der Analysten deutlich. Ein wesentlicher Treiber war das internationale Geschäft, das vor allem in China mit einem Umsatzplus von 46 Prozent beeindruckte. Auch der digitale Vertriebskanal erwies sich mit einem Zuwachs von neun Prozent auf rund 1,9 Milliarden US-Dollar als verlässliche Stütze für den Gesamtumsatz von 3,64 Milliarden US-Dollar.
Trotz dieser operativen Erfolge fällt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 verhalten aus. Das Management rechnet mit einem geringeren Umsatz- und Gewinnwachstum als der Markt zuvor kalkuliert hatte. Als Gründe nennt das Unternehmen eine nachlassende Konsumfreude und den hohen Konkurrenzdruck. Besonders die Bruttomarge geriet zuletzt unter Druck und sank im vierten Quartal um 550 Basispunkte. Fast der gesamte Rückgang ist auf die massiven Auswirkungen der US-Einfuhrzölle zurückzuführen.
Um den Herausforderungen zu begegnen, setzt Lululemon auf Produktinnovationen wie das neue Funktionsmaterial ShowZero™, das speziell für den Performance-Markt entwickelt wurde. Zudem plant das Unternehmen, die Anzahl der Rabattaktionen zu reduzieren und das Inventar in Nordamerika effizienter zu steuern. Weltweit sollen im laufenden Jahr bis zu 45 neue Filialen eröffnet werden, um die globale Präsenz weiter auszubauen.
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Die Aktie legte am Mittwoch um über sieben Prozent zu, was Marktbeobachter als Erleichterung über die starken Quartalszahlen werten. Mit einem aktuellen Kurs von 146,58 Euro bleibt das Papier jedoch weit hinter seinem 52-Wochen-Hoch von über 314 Euro zurück. Lululemon muss nun beweisen, dass die neuen Produktlinien und die Expansion in China ausreichen, um die massiven Margenverluste durch die US-Handelspolitik aufzufangen.
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