ATX-Trends: AT&S, Lenzing, Wienerberger, Verbund, Telekom Austria ...

Während die Verluste zum Start des gestrigen Handelstages an den meisten Börsen noch ralativ moderat ausfielen, kamen mit Fortdauer die Märkte immer mehr unter Druck und verabschiedeten sich mit teils kräftigen Abschlägen. Vor allem Sorgen um eine mögliche abschwächende Wirtschaft in den USA trübten die Stimmungslage der Anleger. Die US-Notenbank FED hatte in ihrem Konjunkturbericht vom Mittwoch Abend (Beige Book) dieses Szenario in den Raum gestellt. Auch der Europäischen Zentralbank gelang es gestern nicht, die Stimmung aufgrund der Ankündigung, den Leitzins in der Eurozone dieses Jahr nicht mehr anheben zu wollen, zu verbessern.

Der österreichische Leitindex ATX schloss sich der trüben Marktstimmung an und verabschiedete sich mit einem Abschlag von 1,27 % aus dem Handel. Ohne Meldungslage stark nach unten ging es vor allem mit AT&S (-4,08 %), Lenzing (-4,07 %) und Wienerberger (-3,93 %). Aber auch die Bankaktien verloren mit dem schwachen Sektor (Erste Bank -3,20 %, RBI -1,41 %). Die Aktie der Kapsch TrafficCom verlor nach den gestern in den Medien veröffentlichten  Korruptionsvorwürfen bis zu 4 %, bis Handelsende konnte sich der Kurs der Aktie aber leicht erholen und schloss mit einem Minus von 1,34 %. An der Spitze der Kursgewinner die Aktie des Energieversorgers Verbund (+3,13 %) gefolgt von CA Immo (+1,60 %) und Telekom Austria (+1,51 %).

An den US-Börsen kam es vor allem aufgrund der globalen Konjunkturängste den vierten Handelstag in Folge wieder zu teils größeren Kursverlusten. Hingegen zulegen konnten die Ölpreise. Der Euro verlor nach der gestrigen Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank zum US-Dollar deutlich.

Die europäischen Börsen sind schwächer indiziert. Die asiatischen Märkte schliessen durchwegs mit roten Vorzeichen. Makroseitig steht heute Nachmittag der Arbeitsmarktbericht in den USA im Mittelpunkt und heute Früh wurden bereits relativ schwache Auftragseingänge der Industrie (-2,6 %, erwartet +0,5 %) gemeldet . Von der  Unternehmensseite ist es heute relativ ruhig.



(08.03.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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