Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitag mit klaren Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Nach einem impulsarmen Handelstag verlor der österreichische Leitindex ATX in den letzten Handelsminuten deutlich und schloss letztendlich 1,38 Prozent tiefer bei 4.666,71 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime kam 1,41 Prozent tiefer bei 2.331,2 Zählern zum Stehen. US-Präsident Donald Trump stellte sein geplantes Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea infrage.
Zudem kritisierte Trump Chinas jüngste Ausweitung der Exportbeschränkungen bei seltenen Erden und drohte mit einem "massiven Anstieg" von Zöllen auf chinesische Waren. Weltweit reagierten die Börsenindizes merklich negativ auf die Aussagen Trumps. Zuvor hatten die Hoffnungen auf eine Beendigung des Gaza-Krieges und die Lösung im Politchaos in Frankreich die Stimmung aufgehellt. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober überraschend nur geringfügig eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 0,1 Punkte auf 55,0 Zähler, wie die Universität nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 54,0 Punkte gerechnet. Unterdessen dauert der Regierungsstillstand in den USA an und es werden keine offiziellen Daten veröffentlicht. Morgen Dienstag startet die Berichtssaison in den USA.
Strabag verloren in Wien als ATX-Schlusslicht 4,06 Prozent, während Porr ebenfalls um 1,65 Prozent tiefer notierten. Die Baukonzerne wollen das Österreich-Kerngeschäft des Krankenhausbetreibers und Gesundheitsdienstleisters Vamed nicht mehr gemeinsam übernehmen. Der durch eine Beteiligungsgesellschaft abgeschlossene Kaufvertrag wurde "aufgehoben, da die Umsetzung nicht in der vorgesehenen Weise erfolgen konnte", teilte die Strabag mit. Die Porr übernimmt das österreichische Projektentwicklungsgeschäft der Vamed und die Thermenbeteiligungen in Österreich. Analystenseitig meldete sich Erste Group Research zu Verbund . Die Experten erhöhten das Anlagevotum für die Aktien des Stromversorgers von "Reduce" auf "Hold". Gleichzeitig wurde das Kursziel von 70,8 Euro auf 64,4 Euro gesenkt. Die Verbund-Titel schlossen 0,3 Prozent niedriger bei 63,65 Euro. Ebenfalls klare Kursverluste mussten Anleger von Voestalpine hinnehmen, deren Aktien sich um 3,9 Prozent verbilligten. Auch DO & CO sackten 3,5 Prozent ab, Wienerberger verloren 2,8 Prozent. Am anderen Indexende waren die Titel der Österreichischen Post zu finden, sie stiegen um ein Prozent und verzeichneten so unter den wenigen Gewinnern den größten Anstieg."
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