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Kryptowährungen, Cannabisaktien & Co: Was ist der nächste heiße Scheiß? (Christoph Scherbaum)


2017 war endlich mal wieder so ein Jahr, in dem die Finanzmarkt-Hypethemen richtig durchstarten konnten. Mit Bitcoin erfuhr nicht nur die (zugegeben wichtige) Blockchain-Technologie ein breites Echo, sondern die gesamten Kryptowährungen wurden hochgejazzt. Ähnlich verhält es sich bei den Cannabis-Aktien („Dope on Wall Street“) – die wurden ebenso hochgehypt. Bleibt für uns die Frage: Was ist der nächste „heiße Scheiß“?

Bitcoin, Ethereum & Co. Zur Wochenmitte sorgte mit Eastman Kodak (WKN: A1W4RC / ISIN: US2774614067) eine klassische US-Aktie für Aufsehen. Weil das kriselnde Unternehmen ein Digitalgeld für Fotografen auf Basis der Blockchain-Technologie plant, schoss die Aktie in die Höhe. Allein das Wort Kryptowährung oder Blockchain bringt derzeit Anleger um den Verstand. Nach knapp 20 Jahren scheint die Finanzwelt wieder reif zu sein für einen gigantischen Mega-Hype/-Flop:

Ähnlich wie zu Zeiten den Neuen Marktes sprießen derzeit Kryptowährungen aus dem Boden. Die vermeintlichten Gewinnspannen sind enorm, wie die folgende Grafik mit den 2017er-Zahlen zeigt.

Infografik: 2017, das Boom-Jahr für Kryptocoins | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das blöde ist nur: Keiner weiß, welche Kryptowährung, wann haussiert und welche in Ungnade fällt. Wie schnell das gehen kann, haben die letzten Wochen einmal mehr gezeigt. Am Donnerstag sorgte etwa die Meldung, dass Südkorea über ein entsprechendes Bitcoin-Verbot nachdenkt, für Unruhe.

Die hohe Volatilität liegt also nicht nur an der „Höhenluft“, die bekanntlich dünn ist. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin & Co. hat inzwischen Größenordnungen erreicht – die einem Angst machen können. Nur: Um aus Kryptowährungen reale Güter oder gar Sachwerte wie Aktien zu erhalten, muss viel passieren. Dass dieser Tausch aber stattfindet, ist nicht in Sicht. Es sind also reine Buchwerte, die sich genauso schnell wieder in Luft auflösen können.

Dope on Wall Street. In dieser Luft trifft Bitcoin und Co. dann auf Cannabis-Aktien. Gemeint sind damit Papiere wie Canopy Growth (WKN: A140QA / ISIN: CA1380351009) oder Aurora Cannabis (WKN: A12GS7 / ISIN: CA05156X1087).

Da Cannabis in immer mehr US-Bundesstaaten legal ist und vor allem auch in Kanada legal werden soll, stehen die Anbieter aus diesem Bereich Schlange. Stellt sich nur die Frage, ob es auch für ein langfristig solides Geschäft reicht.

FAZIT. Ob es bei den Cannabis-Aktien noch einmal für den nächsten heißen Scheiß reicht, werden die nächsten Wochen zeigen. Sollte Kanada tatsächlich zum Kiffer-Land Nummer 1 avancieren, würde das kanadische Dope-Aktien sicher voran bringen. Aber diese Papiere sind bereits gut gelaufen. Nur das hat an der Börse bekanntlich nie etwas zu sagen.

Insofern kann 2018 auch nochmal das Jahr der Kryptowährungen werden. Oder es kommt noch eine ganz andere Geschichte um die Ecke. Denkbar sind zahlreiche Rohstoffe, etwa im Zusammenhang mit Elektromobilität. Oder es erblickt etwas ganz neues das Licht der Anleger-Welt.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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(12.01.2018)

Cannabis, Blätter, Haschisch, http://www.shutterstock.com/de/pic-182350946/stock-photo-young-green-leaf-cannabis-indica-plant-marijuana.html, (© www.shutterstock.com)


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Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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