24.09.2014, 5984 Zeichen
Wien (OTS) - Dass die Bundeshauptstadt mit ihrer raschen Bevölkerungsentwicklung auch die größten Unternehmen anzieht, überrascht wenig: Von den 1.000 umsatzstärksten Firmen in Österreich sind beinahe 400 in Wien ansässig, wie eine Analyse des Wirtschaftsinformationsdienstleisters Bisnode D&B zeigt. Darunter auch der absolute Umsatzkaiser, die OMV mit über 42 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013. Vielleicht ebenso wenig überraschend, aber nicht unbedingt bewusst ist, dass Wien wirtschaftlich sehr vom Geschäft mit fossilen Energieträgern geprägt ist. Gazprom, Econgas und Borealis, das sind die im Wiener Umsatzranking der OMV nachfolgenden Unternehmen. Und danach wiederum die OMV mit ihrer Refining & Marketing GmbH.
An zweiter Stelle der Bezirke kommt in Punkto Umsatz Linz mit 62 der verkaufsstärksten Unternehmen, darunter mehrere Voestalpine-Gesellschaften und starke Herstellungsbetriebe wie Rosenbauer. Danach folgen Salzburg mit knapp 60 der großen heimischen Player, unter anderem Red Bull und Automobil-Großhändler wie Porsche Inter Auto, Georg Pappas und Intercar. Erst an vierter Stelle findet sich die zweitgrößte Stadt Österreichs, Graz, mit weniger als 50 der heimischen Umsatzkaiser. In der steirischen Hauptstadt liegt mit Betrieben wie Magna, Andritz, AVL List und Sappi der Fokus ganz auf der herstellenden Industrie.
Zwtl.: NORD-SÜD GEFÄLLE
Neben den größten Landeshauptstädten sind es vor allem kleinere Bezirke im Norden und Osten, die die größten Unternehmen beheimaten. Von Wels-Land in Oberösterreich operieren etwa die Hofer KG, XXXLutz und Berglandmilch, in Summe beinahe 40 Umsatzkaiser. Mödling und Wien-Umgebung profitieren von ihrer Nähe zu Infrastruktur und Arbeitskräftepotential Wiens und konnten gemeinsam 48 der größten Unternehmen Österreichs ansiedeln. Die wirtschaftlichen Magnete in den westlichsten Bundesländern, Innsbruck und Bregenz, bringen es im Vergleich dazu nur auf 46 große Player.
Das gesamte Bundesland Kärnten bringt es auf 33 der 1.000 umsatzstärksten heimischen Arbeitgeber, deutlich weniger als der Bezirk Wels-Land allein. Dass der Bezirk Villach Standorte für klingende Namen wie Strabag und Infineon bietet, täuscht nicht über ein Gefälle zwischen Österreichs Norden und Süden hinweg. Aber auch die Steiermark wäre ohne Graz weit von der Anziehungskraft der nördlichen Bundesländer weg. Von 100 der größten steirischen Unternehmen ist die Hälfte in Graz angesiedelt. Ehemalige Industriehochburgen wie die Bezirke Leoben oder Murtal weisen jeweils nur mehr Großbetriebe im einstelligen Bereich auf.
Doch auch der Osten Österreichs macht ohne Wien und die angrenzenden Bezirke keine gute Figur. Niederösterreich kann in Summe beinahe 130 der absatzstärksten heimischen Firmen vorweisen. Zieht man davon aber die Bezirke des Wiener Speckgürtels, Mödling, Wien-Umgebung, Baden, Stockerau, ab, bleibt nur etwas mehr die Hälfte davon übrig.
Zwtl.: LAND DER KLEIN(ST)UNTERNEHMEN
Sämtlichen Weltmarken und globalen Unternehmen zum Trotz weist Österreich eine Struktur auf, die von Klein- und Kleinstunternehmen geprägt ist. Beinahe 98 Prozent der heimischen Wirtschaftsbetriebe beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter. Sogar in Wien mit seinen globalen Firmensitzen machen 70.000 Klein- und Kleinstbetriebe die Masse aus. Das sind 97 Prozent der Wirtschaftsbetriebe Wiens. Und dennoch ist Wien damit die Stadt mit dem dritthöchsten Anteil an Betrieben mit 50 und mehr Mitarbeitern. Nur mehr Wels-Land und Linz beherbergen weniger Kleinst- und Kleinbetriebe, beide aber dennoch über 96 Prozent.
Auch in dieser Betrachtungsweise zeigt sich die Strukturschwäche der ländlichen Regionen Niederösterreichs, von Kärnten, aber auch des Burgenlandes. Der einzige Bezirk Österreichs, in dem es keine Großunternehmen gibt, ist Rust-Stadt am Neusiedler See. Generell finden sich unter den 15 Bezirken, die den größten Anteil an Kleinst- und Kleinunternehmen haben, 11 Bezirke aus Niederösterreich und Burgenland. Neben Rust sind das z.B. das burgenländische Güssing und Jennersdorf oder Gänserndorf, Hollabrunn und Tulln in Niederösterreich. Mit Hermagor, Völkermarkt und St. Veit an der Glan steuert Kärnten in diesem Ranking drei Bezirke bei.
Die Größe der Betriebe in den Bezirken wird stark beeinflusst durch die ansässigen Branchen. In den Regionen mit sehr kleinen Unternehmen ist auch der Anteil der Land- und Forstwirtschaft relativ hoch. In der Weinbaustadt Rust liegt dieser Anteil bei über zehn Prozent. In Hollabrunn und St. Veit an der Glan bei knapp fünf Prozent. Das sind sehr hohe Werte im Vergleich zu Gesamtösterreich: im Bundesgebiet liegt der Anteil der Betriebe, die in Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei tätig sind, bei unter 2 Prozent.
Zwtl.: PROFITIEREN DIE BEZIRKE VON IHREN ARBEITGEBERN?
Bringen die Umsatzkaiser auch Wohlstand für ihre Bezirke? Haben Bezirke mit Großunternehmen und starken Branchen wirklich eine höhere Wertschöpfung und bessere Beschäftigungszahlen im Vergleich zu scheinbar strukturschwachen Regionen? Die Antworten dazu liefert Bisnode D&B in der kommenden Aussendung.
Zwtl.: ÜBER DIE BISNODE AUSTRIA GRUPPE
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