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ATX-Trends: RBI, Erste Group, Strabag, voestalpine, ams (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Die Stimmung an den europäischen Börsen verbleibt weiter sehr positiv, wenngleich gestern größere Kurszuwächse ausblieben. Nach der erfolgreichen Beendigung des „Government-Shutdowns“ in den USA waren es gestern vor allem Sentiment-Indices, die den Märkten Auftrieb verliehen. Der deutsche ZEW-Index wurde deutlich über den Erwartungen gemeldet und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist so hoch wie schon seit siebzehn Jahren nicht mehr.

Herausragend bei den Einzeltiteln war unter anderem Carrefour - der Handelsriese verkündete ein Sparprogramm und eine Änderung der Strategie hin zur Verkleinerung der Hypermärkte, das wurde von den Anlegern gut aufgenommen und der Titel schloss mit einem Plus von 3,2%. In London konnte Easyjet rund 5,1% zulegen, dieser Zuwachs war den steigenden Passagierzahlen zu verdanken und brachte die gesamte Branche nach oben, der Sektor war mit einem Plus von 1,0% der stärkste in Europa. Ebenfalls unter die Gewinner reihte sich Sky ein, die geplante Übernahme durch 21st Century Fox bleibt zwar in der Schwebe, da regulatorische Bedenken geäußert wurden, aber jetzt könnte Disney im Zuge der Übernahme von Teilen von Fox ein direktes Angebot an Sky machen. Stark war in Deutschland auch die Pharma- und Medizinbranche, Bayer legte an der Dax -Spitze 3,3% zu, auch Merck, Fresenius Medical Care und Fresenius SE schlossen deutlich höher.

Mit leichten Zuwächsen hat auch die Börse in Wien geschlossen, der Schlusskurs des ATX lag 0,2% über dem Vortagsniveau. Neue Unternehmensnachrichten blieben dünn gesät, Unterstützung für den ATX kam wie bereits am Vortag von den Bankentiteln. Raiffeisen stieg fast 1,4%, die Erste Group legte 0,9 % zu und auch Bawag verzeichnete ein Plus von 0,3%. Ebenfalls im Plus schloss Strabag , die Vergabe eines Brückenbauprojektes in Kroatien wird von dem Baukonzern beeinsprucht, die Aktie erreichte ein Plus von 0,4%. Abschläge gab es hingegen bei den Indexschwergewichten OMV mit einem Minus von 1,5% und VoestAlpine , der Stahlkonzern musste knapp 1,0% abgeben.

Etwas gemischt war das Bild an der Wall Street. Während die Technologiewerte durch die guten Zahlen von Netflix deutlich Auftrieb erhielten, wurden die Standardwerte durch eher durchwachsene Zahlen einiger Unternehmen leicht gehemmt. Der Dow schloss nahezu unverändert, der S&P 500 konnte leicht zulegen und der Nasdaq100-Index erreichte ein neues Rekordhoch mit einem Tagesplus von mehr als 0,88%. Netflix überzeugte die Anleger mit einem starken Wachstum der Abonnenten und der Erlöse, der Aktienkurs schnellte 10,0% nach oben. Der Versicherer Traveler war nach Vorlage der Zahlen Spitzenreiter im Dow Jones mit knapp 5,0% Zuwachs, knapp gefolgt von General Electric wo mit einem Plus von 4,5% der Erholungsversuch fortgesetzt wurde. Eingebrochen war hingegen der Gewinn bei Procter & Gamble durch hohe Sonderbelastungen, das führte zu einem Tagesminus von 3,1%. Johnson & Johnson konnte zwar mit den Zahlen die Erwartungen übertreffen, angesichts jüngster starke Zuwächse kam es aber zu Gewinnmitnahmen und einer Abgabe von 4,3%.

Deutlich zulegen konnten gestern die Ölpreise, Brent schloss 1,4% höher, WTI gewann 1,5% dazu. Unverändert stark bleibt Gold , nach einem vergleichsweise ruhigen Handel wurde das Edelmetall gegen Abend leicht höher bei einem Preis von rund 1.342 US-Dollar gehandelt. Der Euro verbleibt unverändert im Aufwind, auch gestern gab es Zuwächse und gegen den US-Dollar wurde im späten Handel ein Kurs von rund 1,23 erreicht.

Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite gibt es heute Immobiliendaten aus den USA, von Unternehmensseite bleibt es heute relativ ruhig.
 

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

AMS

JP Morgan senkt das Rating von Übergewichten auf Neutral und das Kursziel von 115 CHF auf 95 CHF.
 



(24.01.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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