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4000 im ATX möglich. Und was ist mit FACC, S&T oder Polytec? #gabb

Aus unserem neuen Börsenbrief: http://www.boerse-social.com/gabb .

Wie weit kann die Wiener Börse - oder besser, die Titel, die hier notieren - noch steigen? Das ist eine Frage, die jetzt natürlich immer häufiger kommt. Seit Jahresbeginn ist es schon wieder um 200 Punkte nach oben gegangen. Der Verbund hatte zb gestern nach einer Gewinn-Revision nach oben ein Tagesplus von 8,19 Prozent verzeichnet, es ist der grösste Tagesgewinn in den „Zehner-Jahren“ für den Versorger. Da kommt nur der 4. November 2015 halbwegs heran, damals gab es ein Tagesplus von 7,9 Prozent. Unser wikifolio „Stockpicking Österreich“ ist dank der Long-Position im Verbund auf All-time-High. Der Verbund ist übrigens per gestrigen Schlusskursen die neue Nummer 1 im ATX 2018.

Gewinn-Messe-Macher Georg Wailand schreibt heute in einer Kronen-Zeitung-Kolumne über die Bedeutung von Privatisierungen und bringt die Beispiele voestalpine, AT&S bzw. SBO. Bei letzteren beiden waren es private Investoren, die in nicht so lässigen Börsephasen die Nerven behalten haben. Wäre das mit dem Staat gegangen? 

Mich persönlich freut vor allem, dass die Bawag den IPO-Kurs wieder gesehen hat. Das ist auch ein Signal für eventuell weitere Börsegänge, ja vielleicht sogar Privatisierungen, auch wenn das im Koalitionsprogramm nicht klar rauskommt. Um zur Eingangsfrage zurückzukommen: Ich denke, der ATX kann durchaus auch die 4000 Punkte in diesem Schwung erreichen, da fehlen nur noch etwas mehr als 10 Prozent und der ATX Total Return ist sowieso de facto bereits auf dem All-time-High-Niveau aus 2007. Am Bigger Picture der Anlagewelt hat sich nichts geändert. Die heuer zunächst schwach gestarteten Immo-Aktien werden wieder kommen. Man braucht nur schauen, welche Vonovia-Prämie es auf den Börsenkurs der Buwog gegeben hatte.

Ich schaue mir immer wieder auch die absoluten Kursniveaus einiger Aktien an, das funktioniert bei den Grossbanken recht gut, aber auch bei Highflyern aus der zweiten Reihe. Nehmen wir doch zB FACC, S&T und Polytec her. Noch im Sommer 2016 waren diese Titel fast "Nobody`s Darling", man sah Kursniveaus von 6 Euro oder tiefer. Mittlerweile ist das Trio in die 20er-Region vorgestossen, alle drei hatten die Marke mit der "2" vorne schon überboten. Das sind natürlich gewaltige Aufschläge und natürlich nimmt das Risiko auch zu. Aber ich denke: Die Übertreibung nach unten war bei einigen Titeln riesig, dann kam die breite Marktbewegung und jetzt wird es halt selektiver. 

Und noch etwas fällt auf. Zuletzt wird der ATX tendenziell in der zweiten Tageshälfte stärker, während am Vormittag noch eher Sondierungsphase ist. Gestern war das mit dem Verbund (Aussendung zur verbesserten Guidance kam am Nachmittag) noch erklärbar, hie und da sprachen Marktteilnehmer aber auch über US-Geld, das in den Markt gekommen sei. Und man weiss ja: Der Schlusskurs ist rein vom Handelsvolumen her der wichtigste tägliche Kursvorfall bei den österreichischen Aktien, das geht bis zu 1/3 des Tagesvolumens.

Heute Vormittag ziehen die oben erwähnten SBO (macht das gestrige Minus wett), FACC und Verbund übrigens schön weiter, die Banken konsolidieren ein bisschen, die Bawag ist wieder knapp unter dem Emissionskurs. Aber warum soll ich da lang herumschreiben, im Seitenteil sieht man die Taxierungen (da kann es auch zu Überschneidungen zwischen Text und Seitenteil kommen, da dies als letzter Schritt der Produktion vollautomatisch befüllt wird). 

Bei den Umsätzen ist es 2018 bisher so: 7 von 20 ATX-Titeln haben derzeit noch tiefere durchschnittliche Tagesumsätze als 2017. Ausreisser nach oben ist der Verbund (gestern 30,8 Mio. Euro Volumen), Ausreisser nach unten die Bawag, aber das ist klar, weil ja die extrem starken Tage nach dem Börsegang samt Stabilisierungsmassnahmen durch Goldman Sachs für ordentlich Volumen gesorgt haben. Die Handelsvolumina sind freilich ein Punkt, der beobachtet gehört. Und freilich gibt es auch Stimmen, die den Peak bald erreicht sehen, siehe dann zB im Intro von meinem Radiokollegen Sebastian Leben.

 



(17.01.2018)

Blog n'booze (Digital Affairs), 4000 , (© Digital Affairs)


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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
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