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ATX-Trends: Uniqa, Wienerberger, Österreichische Post, Frequentis

Eine kleine Hochschaubahn gab es gestern an den meisten wichtigsten Börsen in Europa. Zu Beginn des Handelstages waren viele Indizes weiter auf  Erholungskurs ausgerichtet. Einlenkende Worte von US Präsident Donald Trump zum Handelskrieg mit China vom Dienstag sorgten noch für etwas Beruhigung an den Finanzmärkten. Nach und nach kam bei den Börsianern aber wieder Verunsicherung auf, zur Mittagszeit waren die Märkte knapp ein Prozent im Minus. Im Mittelpunkt standen Makrodaten - mit halbwegs positiven News aus Europa. Die Wirtschaft ist im ersten Quartal 2019 um 0,4 % gewachsen und erfüllte damit die Erwartungen der Ökonomen. Hingegen enttäuschend fielen die Umsätze für den US-Einzelhandel aus. Im April 2019 fielen die Umsätze um 0,2 %, während die Analysten mit einem Anstieg von 0,2 % gerechnet haben. Am Nachmittag sorgte dann aber positive Nachrichten zum Handelsstreit für etwas Erleichterung bei den Anlegern. Grund dafür war die Entscheidung, US-Strafzölle auf Importe von Autos und Autoteilen noch nicht diese Woche, sondern frühestens erst in 6 Monaten einzuführen.   
 
Der österreichische Leitindex ATX konnte sich zwar auch etwas von der Schwäche zu Handelsbeginn erholen, am Tagesende blieb aber trotzdem ein kleiner Verlust von 0,11 % stehen. An der Spitze der Kursverlierer die RBI -Aktie. Diese verlor nach Vorlage der Geschäftszahlen zum 1. Quartal 2019 3,67 % und schloss bei 21,80. Weiterhin positiv die österreichischen Immobilien-Aktien. CA Immo befestigte sich um 2,44 % und S-Immo um 1,46 %. Weiterhin knapp unter dem Emissionskurs von 18 € notierte die Aktie von Frequentis (17,66 €).
 
Der Ölpreis profitiert weiterhin von den derzeitigen Spannungen zwischen den USA und Iran. Der Goldpreis schloss unverändert. Weiterhin kaum bewegt zeigte sich auch der Euro zum US-Dollar. 
 
Vörbörslich sind die Märkte schwächer indiziert. In Asien schliessen die Börsen uneinheitlich. Von der Unternehmensseite berichtete bereits Uniqa , Wienerberger und Post ihre Geschäftszahlen (siehe unten!). 

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

UNIQA Group

Das heimische Versicherungsunternehmen UNIQA berichtete heute seine Q1/19 Zahlen, die unter den Erwartungen blieben. Die verrechneten Prämien (inkl. Sparanteile) sind leicht um 0,4% auf 1530 Mio. zurückgegangen. Hierfür waren ein schwächeres internationales Geschäft mit Industriekunden, sowie strategiegemäß durchgeführte Reduktion des Lebensversicherungsgeschäfts gegen Einmalerlag verantwortlich. Die Combined ratio konnte trotz einer erhöhten Kostenbelastung aus dem langfristigen Investitionsprogramm und vermehrten Schäden aufgrund der großen Schneemengen in Österreich von 97,4% auf 96,3% verbessert werden. Da sich das nicht versicherungstechnische Ergebnis, vor allem aufgrund fallender Erträge aus Kapitalanlagen, verschlechterte, ging das operative Ergebnis um 33,6% auf €56,1 Mio. zurück. Im Q1 des Vorjahres war jedoch ein Veräußerungsgewinn von €47 Mio. aus dem Verkauf der Beteiligung an den Casinos Austria enthalten. Während das Ergebnis vor Steuern um 40,1% auf €42,3 Mio. zurückging, blieb das Periodenergebnis um 34,3% unter dem Vorjahreswert. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet man insgesamt – bereinigt um den Einmaleffekt aus dem Verkauf der Casinos Austria Aktiengesellschaft – eine Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und plant, im Rahmen der unverändert progressiven Dividendenpolitik die Ausschüttung pro Aktie wieder zu erhöhen.

Q1/19: Operatives Ergebnis: €56,1 Mio. (86e); Ergebnis vor Steuern: €42,3 Mio. (50e); Periodenergebnis: €33,3 Mio. (53,5e)

Wienerberger

Der heimische Ziegelproduzent Wienerberger veröffentlichte heute seine Zahlen für das 1 Quartal 2019, die unter dem Konsens für EBIT und Nettogewinn lagen, aber führten doch zum stärksten Eröffnungsquartal in der Unternehmensgeschichte. Der Gruppenumsatz stieg um 15% auf €776,8 Mio. dank der starken Nachfrage, frühem Start in die Bausaison und Preisanpassungen, die 2018 umgesetzt wurden. In Q1/19 konnten in allen drei Business Units Umsatzzuwächse erwirtschaftet werden: Building Solutions (+18% YoY), Piping Solutions (+9% YoY) und North America (+16% YoY). Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 89% auf €109,0 Mio. Das Programm zur Performance-Steigerung Fast Forward 2020 leistete mit rund €15 Mio. einen starken Beitrag zu diesem Ergebnisplus. Der Nettogewinn stieg auf €26,8 Mio. nachdem im ersten Quartal 2018 saisonalbedingt noch ein Fehlbetrag von €19,6 Mio. verbucht wurde. Wienerberger geht für GJ19 trotz vieler Unsicherheitsfaktoren von einer anhaltend stabilen bis leicht wachsenden Nachfrage aus. Das Unternehmen hat den Ausblick für 2019 bestätigt und erwartet das bereinigte EBITDA von €560-580 Mio..
 
Q1/19: Umsatz: €776,8 Mio. (777e), EBIT: €53,1 Mio. (57,4e), Nettoergebnis: €26,8 Mio. (31,3e).

Österreichische Post

Die Österreichische Post präsentierte heute ihre Q1/19 Ergebnisse, die größtenteils den Erwartungen entsprachen. Der Umsatz konnte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% auf €492,5 Mio. gesteigert werden. Einmal mehr konnte das Wachstum im Paketgeschäft (+6,7%) dabei den Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (-1,4%) kompensieren. Während das EBIT um 1,3% auf €57,4 Mio. gesteigert werden konnte, erhöhte sich das Periodenergebnis um 3,5%% auf €43,3 Mio.. In der Umsatzentwicklung für das GJ2019 geht die Österreichische Post von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung aus; abhängig von dem Inkrafttreten der geplanten Zusammenarbeit mit der Deutsche Post DHL Group in Österreich. Das Investitionprogramm zur Kapazitätserweiterung im Paketbereich wird zusätzlich zu den Basis-Investition (€70 Mio.) in Höhe von €50 Mio. geplant. Darüber hinaus gilt es 2019 weitere Schritte in der Erarbeitung eines neuen Finanzdienstleistungsangebotes zu setzen (Partnerschaft mit der GRAWE Bankengruppe).

Q1/19: Umsatzerlöse: €492,5 Mio. (502,7e); EBIT: €57,4 Mio. (57,5e); Periodenergebnis: €43,3 Mio. (44,0e)



(16.05.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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