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ATX-Trends: Immofinanz, Wienerberger, OMV, Strabag, voestalpine ... (Wiener Privatbank)

Eher abwartend reagierten die Investoren am gestrigen Handelstag auf das Ergebnis des Gipfeltreffens zwischen Donald Trump und Kim Jong Un, auch weil bei dieser Begegnung konkrete Ergebnisse ausblieben. Zusätzlich gingen viele in Wartestellung, da diese Woche noch die Sitzungen der EZB und der Fed anstehen und von dort größere Impulse erwartet werden. Auch blieb die ZEW-Umfrage hinter den Erwartungen zurück und der Index fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2012.

Europaweit konnten die Energieversorger glänzen, der Sektor legte 0,6% zu. Unter anderem war für das britische Gasunternehmen Centrica eine Kaufempfehlung ausgesprochen worden, was diese Aktie um 3,7% steigen liess. Rohstoffwerte waren hingegen mit einem Abschlag von 1,4% die Branche mit den größten Verlusten. Carrefour profitierte von der angekündigten Online-Kooperation mit Google und verzeichnete einen Kursaufschlag von 3,1%. Die Deutsche Post litt nach wie vor unter der letzte Woche ausgesprochenen Gewinnwarnung und gab weitere 2,5% ab. Daimler konnte trotz der Rückrufaktion 1,5% zulegen, dies wurde damit begründete, dass Anleger offenbar milliardenschwere Strafzahlungen erwartet hatten, die der Konzern abwenden konnte.

Mit einer leicht schwächeren Notierung beendete auch die Börse in Wien den Handel, der ATX musste 0,1% abgeben. Unternehmensnachrichten waren Mangelware, auch von makroökonomischer Seite kam wenig Neues, so war der Handel sehr ruhig. Uneinheitlich präsentierten sich die Bankenwerte, Raiffeisen war gesucht und legte 1,0% zu, auch die Bawag konnte sich von den Verlusten der Vortage erholen und ein Plus von 0,9% erzielen, die Erste Group musste hingegen eine 0,6% schwächere Notierung hinnehmen. OMV gab ebenfalls rund 1,0% ab, auch voestalpine beendete den Tag mit einem leichten Abschlag von 0,4%. Zulegen konnte Wienerberger mit einem Plus von 0,7%, auch Immofinanz war in der Gunst der Anleger und schloss mit einem Aufschlag von 1,0%.

Gemischt verhielten sich die Börsen in den USA, während es bei den Standardwerten wenig Bewegung gab waren die Technologietitel gesucht und der Nasdaq -Index schloss knapp 0,6% höher. Auch jenseits des Atlantiks bestimmte angesichts der heutigen Leitzinsentscheidung Vorsicht das Geschehen. Generell wird eine Erhöhung des Leitzinses erwartet, allerdings wird das Hauptaugenmerk auf den Formulierungen der Währungshüter bezüglich der erwarteten Konjunkturentwicklung liegen. Twitter profitierte von einem positiven Analystenkommentar und konnte 5,0% zulegen. Tesla kündigte angesichts der Probleme bei der Produktion des neuen Mittelklassewagens massive Stellenstreichungen an, der Aktienkurs profitierte von dieser Nachricht und legte 3,2% zu. Bei den Nebenwerten präsentierte Galmed Pharmaceuticals gute Studiendaten für ein neues Medikament zur Bekämpfung von Hepatitis, woraufhin der Kurs der Aktie um das zweieinhalbfache zulegen konnte.

Uneinheitliche Tendenzen zeigten  die Ölpreise, Brent musste einen Abschlag von 0,8% hinnehmen, WTI hingegen konnte 0,6% zulegen. Gold handelte wieder vergleichsweise ruhig, bei dem Edelmetall gibt es in letzter Zeit kaum Volatilität, gegen Abend war der Kurs nahezu unverändert knapp unter 1.300 US-Dollar. Mehr Ausschläge zeigte der Euro im Handel gegen den Dollar, gegen Ende des Tages pendelte sich der Kurs bei einem Wert von rund 1,175 ein.

Vorbörslich sind die europ. Börsen etwas fester indiziert.  Die asiatischen Börsen schließen mit gemischten Vorzeichen. Von der Makroseite gibt es heute u.a. Daten zur europ. Industrieproduktion sowie am Abend die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank.  Von der Unternehmensseite ist es weiterhin relativ ruhig.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Strabag (€ 34,85, -0,99 %)

Aufgrund der Sanktionsdrohung gegen Russland ändert das Unternehmen die technischen Verfahren für seine Dividendenzahlung (um sicherzustellen, dass keine Zahlung von Dividenden an Großaktionär Rasperia Trading Ltd., ein Finanzinstrument des russischen Milliardärs Oleg Deripaska, erfolgt.).



(13.06.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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