Paradise Papers: Wirkungen an der Börse

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18.04.2018

Die Enthüllungen aus Steuerparadiesen haben für viele Schlagzeilen gesorgt, aber haben sie sich auch nachhaltig auf die Kurse von Aktien ausgewirkt?

Paradise Papers: Wirkungen an der Börse

Die sogenannten Paradise Papers haben im Jahr 2017 nicht nur in Deutschland für viele Schlagzeilen gesorgt. Darin geht es kurz gesagt um dubiose Praktiken in der Finanzbranche, die in vielen Fällen zwar nicht illegal waren, aber dafür sorgen sollten, dass Privat- und Geschäftsleute sowie Unternehmen möglichst wenig Steuern zahlen. Mit Hilfe von Briefkastenfirmen in Ländern mit möglichst niedrigen Steuersätzen haben viele Banken und Finanzberater auf der ganzen Welt über Jahre hinweg dafür gesorgt, dass die Höhe der Steuern ihrer Kunden auf sehr geringe Beträge gedrückt wurde. Gegen solche Praktiken gibt es mittlerweile in vielen Ländern Europas Widerstand, der Druck auf die Politik hat also zugenommen und der Kampf gegen Steuerschlupflöcher macht zumindest langsame Fortschritte. Auf die in den Paradise Papers genannten Unternehmen dürfte sich das jedoch nur langfristig auswirken. Selbst die Aktien der besonders involvierten Banken haben keine hohen Kursverluste verzeichnet, obwohl einige Geschäfte langfristig nicht mehr möglich sein dürften. Das ist jedoch ein Problem für viele Unternehmen aus der Branche, besonders stark betroffen sind daher eher kleinere Finanzdienstleister, die nicht an der Börse notiert sind.

Verbindungen zu Online Casinos

Für Fans von Glücksspielen dürften vor allem die Verbindungen von deutschen Banken und Online Casinos mit Sitz im Ausland interessant sein. In mehreren Medien waren Berichte darüber zu lesen, dass Banken Zahlungen für solche Portale angenommen haben, obwohl diese in Deutschland als illegal gelten. Von den betroffenen Banken wurde das sofort zurückgewiesen, allerdings ist die Rechtslage nicht ganz einfach. Während in Deutschland die Bundesländer für die Regulierung von Glücksspielen zuständig sind, können Online Casinos mit einer Lizenz aus einem anderen Land in der EU durchaus auch auf dem deutschen Markt um Spieler werben.

Bonusse haben auch ihre Hand im Spiel

Spieler profitieren dank der enormen Konkurrenz in der Branche zudem oft von interessanten Angeboten. Im Besonderen sind es die verschiedenen und zumeist sehr attraktiven Bonuspakete, die die Spieler in die Casinos locken. Sei es der Willkommensbonus der es in sich hat und nicht selten mehrer tausend Euro an Bonusgelder anbietet oder seien es die Wöchentlichen und täglichen Boni, die eine bestimmte Aktion begleiten. Eine gute Übersicht darüber gibt es zum Beispiel auf dieser Website. Darüber hinaus finden gerade Einsteiger dort auch eine Reihe von Tipps und Hinweisen zur Wahl des besten Online Casinos.

Steueroasen als Normalität

Schon bei der Veröffentlichung der Paradise Papershaben die beteiligten Journalisten immer wieder betont, dass es vor allem um das öffentliche Interesse an den beschriebenen Praktiken geht. Im Alltag sind viele der rechtlich oft sehr komplizierten Konstrukte nämlich nicht illegal, sorgen aber dafür, dass die Steuerlast am eigentlichen Wohn- oder Firmensitz so gering wie möglich ausfällt. Große Banken, die ihren Kunden mit solchen Modellen über viele Jahre hinweg geholfen haben, müssen somit auch in Zukunft keine strafrechtlichen Folgen im großen Stil befürchten. Allerdings dürfte es für die eigene Reputation langfristig sicher nicht von Nachteil sein, sich nicht mehr daran zu beteiligen. Einerseits könnte das zum Verlust von lukrativen Kunden führen, andererseits lassen sich auf diese Weise sicher neue Kunden gewinnen, was langfristig wiederum dem Umsatz – und dem Aktienkurs – zugute kommen wird. Anleger an der Börse achten schon heute immer mehr auf nachhaltige Geschäftspraktiken.

Glücksspiele als Sonderfall

Die Praktiken von Banken, die Zahlungen für Online Casinos angenommen haben, sind ein Sonderfall in den Paradise Papers. Aufgrund er unklaren Rechtslage könnte es hier tatsächlich zu illegalen Praktikengekommen sein, die jedoch noch längst nicht bewiesen sind. Allein die Möglichkeit hat jedoch dazu geführt, dass sich zum Beispiel die Gauselmann-Gruppe, einer der größten Anbieter von Glücksspielen in Europa, zum Teil aus dem Onlinegeschäft zurückgezogen hat. Aufgrund der hohen Umsätze in diesem Bereich der Branche dürfte das jedoch eher ein Rückzug auf Zeit sein, zudem werden noch immer viele Online Casinos mit Software des Unternehmens beliefert. Die Entwicklungen in den kommenden Monaten dürften also sehr interessant zu beobachten sein, Fans von Glücksspielen sollten daher die weiteren Medienberichte aufmerksam verfolgen. Für Anleger an der Börse gilt das ebenso, wenn auch aus anderen Gründen.

Auch interessant: Glücksspiele sind auch für Anleger interessant




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Paradise Papers: Wirkungen an der Börse

Die sogenannten Paradise Papers haben im Jahr 2017 nicht nur in Deutschland für viele Schlagzeilen gesorgt. Darin geht es kurz gesagt um dubiose Praktiken in der Finanzbranche, die in vielen Fällen zwar nicht illegal waren, aber dafür sorgen sollten, dass Privat- und Geschäftsleute sowie Unternehmen möglichst wenig Steuern zahlen. Mit Hilfe von Briefkastenfirmen in Ländern mit möglichst niedrigen Steuersätzen haben viele Banken und Finanzberater auf der ganzen Welt über Jahre hinweg dafür gesorgt, dass die Höhe der Steuern ihrer Kunden auf sehr geringe Beträge gedrückt wurde. Gegen solche Praktiken gibt es mittlerweile in vielen Ländern Europas Widerstand, der Druck auf die Politik hat also zugenommen und der Kampf gegen Steuerschlupflöcher macht zumindest langsame Fortschritte. Auf die in den Paradise Papers genannten Unternehmen dürfte sich das jedoch nur langfristig auswirken. Selbst die Aktien der besonders involvierten Banken haben keine hohen Kursverluste verzeichnet, obwohl einige Geschäfte langfristig nicht mehr möglich sein dürften. Das ist jedoch ein Problem für viele Unternehmen aus der Branche, besonders stark betroffen sind daher eher kleinere Finanzdienstleister, die nicht an der Börse notiert sind.

Verbindungen zu Online Casinos

Für Fans von Glücksspielen dürften vor allem die Verbindungen von deutschen Banken und Online Casinos mit Sitz im Ausland interessant sein. In mehreren Medien waren Berichte darüber zu lesen, dass Banken Zahlungen für solche Portale angenommen haben, obwohl diese in Deutschland als illegal gelten. Von den betroffenen Banken wurde das sofort zurückgewiesen, allerdings ist die Rechtslage nicht ganz einfach. Während in Deutschland die Bundesländer für die Regulierung von Glücksspielen zuständig sind, können Online Casinos mit einer Lizenz aus einem anderen Land in der EU durchaus auch auf dem deutschen Markt um Spieler werben.

Bonusse haben auch ihre Hand im Spiel

Spieler profitieren dank der enormen Konkurrenz in der Branche zudem oft von interessanten Angeboten. Im Besonderen sind es die verschiedenen und zumeist sehr attraktiven Bonuspakete, die die Spieler in die Casinos locken. Sei es der Willkommensbonus der es in sich hat und nicht selten mehrer tausend Euro an Bonusgelder anbietet oder seien es die Wöchentlichen und täglichen Boni, die eine bestimmte Aktion begleiten. Eine gute Übersicht darüber gibt es zum Beispiel auf dieser Website. Darüber hinaus finden gerade Einsteiger dort auch eine Reihe von Tipps und Hinweisen zur Wahl des besten Online Casinos.

Steueroasen als Normalität

Schon bei der Veröffentlichung der Paradise Papershaben die beteiligten Journalisten immer wieder betont, dass es vor allem um das öffentliche Interesse an den beschriebenen Praktiken geht. Im Alltag sind viele der rechtlich oft sehr komplizierten Konstrukte nämlich nicht illegal, sorgen aber dafür, dass die Steuerlast am eigentlichen Wohn- oder Firmensitz so gering wie möglich ausfällt. Große Banken, die ihren Kunden mit solchen Modellen über viele Jahre hinweg geholfen haben, müssen somit auch in Zukunft keine strafrechtlichen Folgen im großen Stil befürchten. Allerdings dürfte es für die eigene Reputation langfristig sicher nicht von Nachteil sein, sich nicht mehr daran zu beteiligen. Einerseits könnte das zum Verlust von lukrativen Kunden führen, andererseits lassen sich auf diese Weise sicher neue Kunden gewinnen, was langfristig wiederum dem Umsatz – und dem Aktienkurs – zugute kommen wird. Anleger an der Börse achten schon heute immer mehr auf nachhaltige Geschäftspraktiken.

Glücksspiele als Sonderfall

Die Praktiken von Banken, die Zahlungen für Online Casinos angenommen haben, sind ein Sonderfall in den Paradise Papers. Aufgrund er unklaren Rechtslage könnte es hier tatsächlich zu illegalen Praktikengekommen sein, die jedoch noch längst nicht bewiesen sind. Allein die Möglichkeit hat jedoch dazu geführt, dass sich zum Beispiel die Gauselmann-Gruppe, einer der größten Anbieter von Glücksspielen in Europa, zum Teil aus dem Onlinegeschäft zurückgezogen hat. Aufgrund der hohen Umsätze in diesem Bereich der Branche dürfte das jedoch eher ein Rückzug auf Zeit sein, zudem werden noch immer viele Online Casinos mit Software des Unternehmens beliefert. Die Entwicklungen in den kommenden Monaten dürften also sehr interessant zu beobachten sein, Fans von Glücksspielen sollten daher die weiteren Medienberichte aufmerksam verfolgen. Für Anleger an der Börse gilt das ebenso, wenn auch aus anderen Gründen.

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