Differenzkontrakt als Geldanlage: gehören CFDs in das eigene Anlageportfolio?

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09.01.2018

In Zeiten der Niedrigzinsen machen sich viele Anleger auf die Suche nach alternativen Geldanlagen - und stoßen früher oder später auf sogenannte Differenzkontrakte, die häufiger auch unter der englischen Bezeichnung "Contracts for Difference" (kurz: CFD) zu finden sind. Die Idee dabei: eine Aktie wird nur für den Bruchteil des tatsächlichen Preises gekauft, durch eine Hebelwirkung kann dennoch ein hoher Gewinn erzielt werden. Letztlich basiert das System darauf, dass ein Kredit aufgenommen wird. Die eigentliche Investition dient weniger dem Kauf, sondern vielmehr der Absicherung dieses Darlehens. Welche Chancen bieten die CFDs, mit welchen Risiken ist zu rechnen?


Investition in Sachwerte unverzichtbar

Wenn es um die Frage geht, wie das eigene Kapital renditestark eingesetzt werden kann, sind sich Ökonomen sicher: die Investition in Sachwerte ist den konventionellen, festverzinslichen Finanzprodukten in jedem Fall vorzuziehen. Kapitallebensversicherungen sind schon lange keine Empfehlung mehr, auch Fest- und Tagesgeld Versprechen keine lohnenswerte Verzinsung. Diese Tatsache ist insofern besonders kritisch, weil die Inflation aktuell wieder anzuziehen scheint und es somit zu einer schleichenden Enteignung der Anleger kommt. Bei den CFDs handelt es sich letztlich um eine Investition in den Aktienmarkt, sodass das Potenzial hoher Renditen insbesondere auch in Verbindung mit einem geringen eigenen Finanzvermögen durchaus genutzt werden kann.

Hohe Risiken bei Differenzkontrakten

Allerdings dürfen auch die Risiken keinesfalls außer Acht gelassen werden: entspricht die Kursentwicklung nicht der eigenen Prognose, sind durchaus hohe Verluste möglich. Die Hebelwirkung kann sich dann negativ umkehren; anders als beim üblichen Aktienkauf kann der Verlust höher ausfallen, als der eigentliche Einsatz. Auch das geliehene Geld kann verloren gehen - und damit für einen erheblichen finanziellen Schaden sorgen. Sollte also nun auf den Kauf von von CFDs vollkommen verzichtet werden? Eine solch pauschale Empfehlung ist kaum sinnvoll, letztlich sollte lediglich bei der Erstellung des eigenen Anlageportfolios darauf geachtet werden, dass eine sinnvolle Streuung vorgenommen wird. Konkret: eine Investition in Differenzkontrakte ist nur sinnvoll, wenn ein Totalverlust verkraftet werden könnte.

Anlageportfolio: Diversifizierung ist Pflicht

Wer gerade dabei ist, sich über dieses Portfolio Gedanken zu machen, sollte sich entweder an einen unabhängigen Berater wenden oder aber mit Fachliteratur versorgen: z.B. das Fachbuch "Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen" von Hartmut Walz, aktuell erhältlich im Haufe, vermittelt einfach umzusetzende und vor allem unabhängige Finanztipps an private Anleger. Dabei wird insbesondere Wert darauf gelegt, dass wichtige Kriterien und Grundregeln bei der Auswahl der Anlageprodukte vermittelt werden. Verständliche Erklärungen für Finanzmarktprodukte und Anlageklassen werden geliefert, auf allzu viel ökonomische Theorie wird aber glücklicherweise verzichtet. Wer sich das notwendige Fachwissen aneignet, erhält genug Kompetenz, selbst über den Sinn bestimmter Geldanlagen zu entscheiden. Von einem Anlage- oder gar Bankberater ist dies kaum zu erwarten, hier werden erfahrungsgemäß nur Anlagen veräußert, von denen das Kreditinstitut selbst am meisten profitiert. Zudem wird ausführlich auf die richtige Anlagestrategie für die unsicheren Zeiten eingegangen, in denen wir aktuell leben.

Fazit: unabhängig informieren, richtige Entscheidungen treffen

Es zeigt sich am Ende also: letztlich gilt für Differenzkontrakte dasselbe, wie für den Aktienkauf auch. Mit dem richtigen Händchen lassen sich durchaus üppige Renditen erzielen, was in Zeiten der anhaltenden Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank keinesfalls einfach ist. Der wichtigste Unterschied liegt in der Hebelwirkung, die Chancen und Risiken um ein Mehrfaches vergrößert. Umso wichtiger ist es also, den Kauf genauestens zu planen und sich im Vorfeld unabhängig zu informieren - entsprechende Fachliteratur leistet hierzu einen wichtigen und nützlichen Beitrag.




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Investition in Sachwerte unverzichtbar

Wenn es um die Frage geht, wie das eigene Kapital renditestark eingesetzt werden kann, sind sich Ökonomen sicher: die Investition in Sachwerte ist den konventionellen, festverzinslichen Finanzprodukten in jedem Fall vorzuziehen. Kapitallebensversicherungen sind schon lange keine Empfehlung mehr, auch Fest- und Tagesgeld Versprechen keine lohnenswerte Verzinsung. Diese Tatsache ist insofern besonders kritisch, weil die Inflation aktuell wieder anzuziehen scheint und es somit zu einer schleichenden Enteignung der Anleger kommt. Bei den CFDs handelt es sich letztlich um eine Investition in den Aktienmarkt, sodass das Potenzial hoher Renditen insbesondere auch in Verbindung mit einem geringen eigenen Finanzvermögen durchaus genutzt werden kann.

Hohe Risiken bei Differenzkontrakten

Allerdings dürfen auch die Risiken keinesfalls außer Acht gelassen werden: entspricht die Kursentwicklung nicht der eigenen Prognose, sind durchaus hohe Verluste möglich. Die Hebelwirkung kann sich dann negativ umkehren; anders als beim üblichen Aktienkauf kann der Verlust höher ausfallen, als der eigentliche Einsatz. Auch das geliehene Geld kann verloren gehen - und damit für einen erheblichen finanziellen Schaden sorgen. Sollte also nun auf den Kauf von von CFDs vollkommen verzichtet werden? Eine solch pauschale Empfehlung ist kaum sinnvoll, letztlich sollte lediglich bei der Erstellung des eigenen Anlageportfolios darauf geachtet werden, dass eine sinnvolle Streuung vorgenommen wird. Konkret: eine Investition in Differenzkontrakte ist nur sinnvoll, wenn ein Totalverlust verkraftet werden könnte.

Anlageportfolio: Diversifizierung ist Pflicht

Wer gerade dabei ist, sich über dieses Portfolio Gedanken zu machen, sollte sich entweder an einen unabhängigen Berater wenden oder aber mit Fachliteratur versorgen: z.B. das Fachbuch "Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen" von Hartmut Walz, aktuell erhältlich im Haufe, vermittelt einfach umzusetzende und vor allem unabhängige Finanztipps an private Anleger. Dabei wird insbesondere Wert darauf gelegt, dass wichtige Kriterien und Grundregeln bei der Auswahl der Anlageprodukte vermittelt werden. Verständliche Erklärungen für Finanzmarktprodukte und Anlageklassen werden geliefert, auf allzu viel ökonomische Theorie wird aber glücklicherweise verzichtet. Wer sich das notwendige Fachwissen aneignet, erhält genug Kompetenz, selbst über den Sinn bestimmter Geldanlagen zu entscheiden. Von einem Anlage- oder gar Bankberater ist dies kaum zu erwarten, hier werden erfahrungsgemäß nur Anlagen veräußert, von denen das Kreditinstitut selbst am meisten profitiert. Zudem wird ausführlich auf die richtige Anlagestrategie für die unsicheren Zeiten eingegangen, in denen wir aktuell leben.

Fazit: unabhängig informieren, richtige Entscheidungen treffen

Es zeigt sich am Ende also: letztlich gilt für Differenzkontrakte dasselbe, wie für den Aktienkauf auch. Mit dem richtigen Händchen lassen sich durchaus üppige Renditen erzielen, was in Zeiten der anhaltenden Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank keinesfalls einfach ist. Der wichtigste Unterschied liegt in der Hebelwirkung, die Chancen und Risiken um ein Mehrfaches vergrößert. Umso wichtiger ist es also, den Kauf genauestens zu planen und sich im Vorfeld unabhängig zu informieren - entsprechende Fachliteratur leistet hierzu einen wichtigen und nützlichen Beitrag.


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