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ATX-Trends: Rosenbauer, Buwog, Flughafen Wien (Wiener Privatbank)


Deutlich erholt präsentierten sich die europäischen Börsen zu Wochenbeginn. Der Optimismus war zurückgekehrt, und angesichts der jüngsten Kursrückgänge erschienen viele Titel plötzlich sehr attraktiv und animierten zum Kaufen. Alle Branchen notierten im schwarzen Bereich, am besten schlugen sich Rohstoffwerte mit einem Zuwachs von knapp 1,9%. Schwächster Sektor am gestrigen Tag waren die Medienunternehmen, die 0,4% zulegen konnten. Airbus war einer der wenigen Verlierer des Tages, die Triebwerksprobleme beim A320neo schlugen sich in einem Kursrückgang von 1,2% zu Buche. LVMH wurde von Societe Generale zum Kauf empfohlen und konnte knapp 3,0% zulegen. Arcelor Mittal gab ein Übernahmeangebot für die indische Essar Steel ab, dieser Kauf könnte viele Synergien bringen und liess den Titel 1,9% höher notieren. Der russische Stahlhersteller Evraz, der in London notiert, wurde von Goldman Sachs zum Kauf empfohlen, der Titel sprang daraufhin 5,8% nach oben.

Auch in Wien waren die Käufer deutlich in der Überzahl, der ATX stieg um 1,4%. Von der Meldungsseite blieb es gestern ruhig. Rosenbauer und Telekom Austria konnten vor der Präsentation der Ergebnisse beide deutlich dazugewinnen, bei Rosenbauer betrug das Kursplus 6,4%, Telekom Austria gewann 1,5% dazu. Deutlich erholt zeigte sich auch VoestAlpine , nach dem Kursrutsch in der Vorwoche war der Titel gestern sehr gesucht und gewann 3,1% dazu. Die positive Stimmung schlug sich auch auf den Finanzsektor nieder, Erste Group schloss 2,2% höher, Bawag erzielte einen kleinen Zuwachs von 0,2%, lediglich Raiffeisen musste 0,8% abgeben. Vienna Insurance Group hat das Kaufverfahren für die bosnische Versicherung Merkur Osiguranje abgeschlossen und zählte mit einem Zuwachs von 2,7% ebenfalls zu den Gewinnern des gestrigen Tages.

Auch in den USA scheinen die Anleger wieder zunehmend Mut zu fassen, gestern ging es jedenfalls deutlich nach oben. In den Blick der Anleger rückten einmal mehr Pläne des US-Präsidenten Donald Trump. Dieser stellte zum Wochenstart seinen seit langem angekündigten Plan zur Sanierung der Infrastruktur sowie seinen Wunschetat-Entwurf für das Finanzjahr 2019 vor. Beide Vorhaben würden die Vereinigten Staaten allerdings mehrere Billionen US-Dollar kosten und das Haushaltsdefizit deutlich erhöhen. Zumindest Trumps Etat-Entwurf dürfte so nicht umgesetzt werden. Zu den Favoriten im Dow zählten neben Apple , die um 4,0% stiegen, auch die Aktien von Cisco und American Express . Beide profitierten von positiven Analystenkommentaren. Die Anteile des Kreditkartenanbieters AmEx stiegen um 3,3% und die des Netzwerkausrüsters Cisco um 2,7%. Darüber hinaus standen erneut Übernahmen im Fokus. Walt Disney könnte bei der Übernahme von 21st Century Fox doch noch Konkurrenz bekommen, laut einem Bericht des Wall Street Journals erwägt Comcast ebenfalls eine Offerte abzugeben. Walt Disney legte 0,3% zu, 21st Century Fox stieg um 1,9% und Comcast schloss nahezu unverändert. Wieder im Blickpunkt standen auch die Chiphersteller Broadcom und Qualcomm , nachdem sich Broadcom nun den Großteil seiner Finanzierung für eine mögliche Übernahme des Konkurrenten gesichert hat. Die Broadcom-Anteile gewannen 3,8%, Aktien von Qualcomm stiegen 2,6%. General Dynamics plant den Kauf des IT-Dienstleisters CSRA, dessen Aktie schoss daraufhin 31,0% nach oben.

Vorerst einmal zum Stillstand gekommen scheint der Abwärtstrend beim Rohöl, Brent musste zwar gestern noch 0,3% abgeben, WTI hingegen konnte 0,2% zulegen. Gold zeigte sich leicht erholt und beendete den Tag mit leicht höheren Kursen bei rund 1.324 US-Dollar. Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief relativ bewegt mit deutlichen Plustendenzen für die Gemeinschaftswährung, gegen Abend wurde das Währungspaar bei einer Marke von rund 1,229 gehandelt.

Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite ist es relativ ruhig. In Österreicht meldete heute Früh Rosenbauer Ergebnisse, die Telekom Austria berichtet nachbörslich Ergebnisse.
 

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Buwog  

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BUWOG AG ("BUWOG") haben heute ihre Stellungnahmen zur Angebotsunterlage der Vonovia SE ("Vonovia") vom 5. Februar 2018 veröffentlicht.

In diesen Stellungnahmen empfehlen der Vorstand und der Aufsichtsrat nach einem sorgfältigen Prüfungsprozess den Beteiligungspapierinhabern der BUWOG, das Angebot anzunehmen. Diese Empfehlung wird in der begründeten Stellungnahme ausführlicher erläutert.

Nach eingehender Prüfung sind Vorstand und Aufsichtsrat jeweils zu der Einschätzung gelangt, dass der Angebotspreis von 29,05 Euro je BUWOG-Aktie und die gebotene Gegenleistung an die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen aus finanzieller Sicht angemessen.

Rosenbauer

Der Rosenbauer Konzern hat im Jahr 2017 einen Umsatz von 848,7 Mio EUR (2016: 870,8 Mio EUR) erreicht. Während in einigen Ländern des Nahen Ostens aufgrund der politischen Unruhen und des niedrigen Ölpreises ein rückläufiges Auslieferprogramm zu verzeichnen war, kompensierten Lieferungen in einigen Ländern Asiens, Afrikas und Europas diesen Rückgang.

Der Rosenbauer Konzern weist für das Geschäftsjahr 2017 ein EBIT in der Höhe von 25,6 Mio EUR (2016: 47,0 Mio EUR) aus. Der Ergebnisrückgang des Konzerns ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2017 das Ausliefervolumen infolge des niedrigen Ölpreises und der anhaltenden politischen Konflikte rückläufig war. Dies hatte eine schwache Auslastung in einigen Fertigungsbereichen zur Folge. Mit den bereits 2017 ergriffenen Maßnahmen zur Kostenanpassung sowie mit weiteren realisierten Effizienzsteigerungen im Rahmen
der Optimierungsprogramme konnte dem Ergebniseinbruch entgegengewirkt werden.

Auch der im Berichtsjahr ausgelieferte Produktmix hat das Ergebnis des
Berichtsjahres belastet. Anstelle von ertragreichen Volumensaufträgen wurden vermehrt Einzelaufträgen ausgeliefert, die in der Abwicklung aufwändiger sind. Wechselkurseffekte sowie erhöhte Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto belasteten ebenfalls das Ergebnis. Ferner führten Einmalkosten für die Neuausrichtung der Personalstruktur in Österreich und Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte der Rosenbauer Rovereto sowie aufgrund der
Einstellung eines Software-Projektes zu zusätzlichen Aufwendungen.

Bedingt durch den positiven Effekt der Bewertung von Derivaten konnte das Finanzergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode verbessert werden. Demzufolge beläuft sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in der Berichtsperiode auf 25,8 Mio EUR (2016: 44,0 Mio EUR).

Flughafen Wien

Der Flughafen Wien-Schwechat hat im Jänner die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf 1,47 Millionen gesteigert. Die ganze Gruppe, inklusive der Töchter Flughafen Malta und Kosice, kam auf eine Steigerung von 4,6 Prozent und zusammen 1,9 Millionen Passagiere, teilte der Flughafen Wien am Dienstag mit.
In Wien gab es um 2,5 Prozent mehr Lokalpassagiere und um 1,1 Prozent mehr Transferpassagiere. Die Zahl der Flugbewegungen stieg im Jahresabstand um 0,1 Prozent. Beim Frachtaufkommen gab es sogar ein Plus von 14,9 Prozent.

Im Jänner gab es in Malta um 16,7 Prozent und in Kosice um 15,8 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahresmonat.



(13.02.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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