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Henkel: Die neuen Zahlen kommen nicht so gut an (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)


Aufgrund des Kursrutsches bei Henkel (WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432) am Donnerstag der Blick auf diesen DAX -Titel. Anlass waren die Quartalszahlen des Unternehmens. Henkel hat den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 bestätigt. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal nominal um beeindruckende 9,8% auf rund 5,1 Mrd. Euro. Allerdings trug zu einem großen Teil des Umsatzanstiegs eine Übernahme bei („The Sun Products Corporation“ war von Henkel übernommen worden).

Henkel-Chart: boerse-frankfurt.de

Ohne die Berücksichtigung von Käufen/Verkäufen von Unternehmensteilen lag das Umsatzplus im zweiten Quartal bei deutlich geringeren 2,2%. Und das lag dann wiederum kaum über der Inflationsrate. Es spricht allerdings für Henkel, dennoch den Gewinn deutlich gesteigert zu haben. Konkret:

Henkel: Gewinn pro Aktie steigt auf 1,55 Euro

Da die Ebit-Marge bei Henkel um 20 Basispunkte auf 17,8% gesteigert werden konnte, kletterte der Gewinn kräftiger als der Umsatz. Konkret: Das bereinigte Ebit (= Ergebnis vor Zinsen und Steuern) kletterte um 11,0% auf 909 Mio. Euro. Das Ergebnis je Vorzugsaktie ist laut Henkel im zweiten Quartal um 10,7% auf 1,55 Euro gestiegen (Wert im Vorjahresquartal: 1,40 Euro). Der Ausblick für 2017 wurde bestätigt: Demnach soll das Ergebnis je Vorzugsaktie um 7-9% steigen, die die bereinigte Ebit-Marge soll bei über 17% liegen. Die neuen Zahlen kamen nicht so gut an, wenn ich mir die erste Kursreaktion anschaue – wahrscheinlich deshalb, weil das organische Wachstum mit 2,2% dann doch etwas niedrig war und die Aktie mit einem KGV von über 20 bewertet ist.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Die Eltern pflegen zu sagen: Er betrügt ja nur mit Nadeln. Es auch mit Talern zu tun, wird er sich hüten. Ich finde die umgekehrte Schlussfolgerung richtiger: Warum sollte er nicht mit Talern betrügen, wenn er schon mit Nadeln betrügt? Man muss die Kinder eindringlich lehren, die Laster als solche zu hassen.“ – Michel de Montaigne

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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(13.08.2017)

Henkel


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Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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