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Ernst Vejdovszky, S Immo AG, im BSN Q&A


Bitte stellen Sie sich bzw. Ihr Unternehmen kurz selbst vor ...

Mein Name ist Ernst Vejdovszky. Ich bin seit der Geburtsstunde 1987 Vorstand der S Immo AG – der ersten börsennotierten österreichischen Immobilien-Gesellschaft.

Was erwarten Sie sich von 2016?

Ich erwarte mir weiterhin ein sehr günstiges Umfeld für Immobiliengesellschaften. Wir sehen in einigen Märkten eine zunehmende Erholung, weshalb wir in Bukarest mit zwei Projekten gestartet haben: einer Büro-Entwicklung sowie der Erweiterung unseres Shoppingcenters. In unserem Heimatmarkt in Wien haben wir Projekte in Vorbereitung und auch in Berlin gibt es einige Pläne. In Deutschland haben wir 2015 einen deutlichen Anstieg in den Bewertungen gesehen. Die ersten Monate des laufenden Jahres sind ebenfalls sehr vielversprechend verlaufen, weshalb wir erwarten, dass es auch 2016 zu weiteren Bewertungsgewinnen kommen kann.

Welchem Trend sollte man aktuell folgen?

Im besten Fall folgt man einem Trend nicht, sondern antizipiert ihn frühzeitig. In der Immobilienbranche heißt das, die Zyklen der Märkte zu kennen und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Und natürlich muss man die Trends im Auge haben, die für die Mieter entscheidend sind. Aktuell also zum Beispiel die neuen Entwicklungen in der Büroraum-Gestaltung oder auch die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen und zertifizierten Immobilien.

Warum kann man für Ihr Unternehmen optimistisch sein?

Das aktuelle Zinsniveau schafft ideale Rahmenbedingungen für Immobilien-Gesellschaften. Aus diesem Grund haben wir es uns letztes Jahr abgesichert – und zwar für einen Zeitraum von durchschnittlich 10 Jahren. Das lässt uns ruhig schlafen – egal welche Pläne die EZB verfolgt. Ich bin sehr zuversichtlich, was die Entwicklung der nächsten Quartale und Jahre angeht. Berlin bleibt attraktiv, Zentral- und Südosteuropa erholt sich zunehmend und auch in Österreich haben wir wieder spannende Projekte in Planung.

Welche Märkte sind für Ihr Unternehmen aktuell besonders interessant/attraktiv?

Ganz klar: der deutsche Markt. Die demografische Entwicklung in Berlin spricht dafür, dass hier noch mindestens ein bis zwei Jahre lang großes Potenzial liegt. Die Anzahl an Unternehmensgründungen ist beeindruckend. Wir konzentrieren uns auf Büro-Immobilien und beschreiten hier auch in der Verwertung neue Wege. Es macht großen Spaß, in dieser Stadt unterwegs zu sein – man spürt förmlich wie es brummt.

Warum sollte man in Ihr Unternehmen investieren?

Unsere Aktionärinnen und Aktionäre schätzen vor allem unser robustes Geschäftsmodell. Wir kombinieren gewerblich genutzte Objekte (also Büros, Hotels aber auch Einkaufszentren) mit einem kleineren Anteil an Wohnungen. Wir kombinieren sichere Märkte wie Österreich und Deutschland mit den Wachstumsmärkten in Zentral- und Südosteuropa. Dabei bleiben wir ausschließlich innerhalb der Europäischen Union und konzentrieren uns klar auf Hauptstädte. Wir kennen unsere Märkte und können so rasch auf Trends reagieren und Chancen nützen. Unsere Dividendenpolitik ist nachhaltig und zuverlässig.

Was sehen Sie aktuell als größte Herausforderung?

Wir leben in einer Zeit großer Verunsicherungen: Geopolitische Krisen, gesamtwirtschaftliche Schwankungen, politische Unsicherheiten. Das wirkt sich auch auf die Märkte aus. Hier kann man als einzelnes Unternehmen natürlich auch nur bedingt gegensteuern. Aber vernünftiges Wirtschaften, eine nachhaltige Strategie und bedachtes, vorausschauendes Agieren sind Faktoren, mit denen man ein Unternehmen auch in schwierigen Zeiten sicher führen und erfolgreich machen kann.

Wenn Sie einen Wunsch an die Politik frei hätten, was wäre er?

Ich wünsche mir mehr Engagement für den Kapitalmarkt. Ich halte es für wesentlich, dass seine Bedeutung anerkannt und auch politisch gefördert wird. Ein gesunder Kapitalmarkt ermöglicht Wachstum, fördert Innovationen und schafft Arbeitsplätze – man könnte meinen, dass das alles auch im Interesse der Politik ist.

Was würden Sie als die drei wichtigsten Assets Ihres Unternehmens einstufen?

1. Unser qualitativ hochwertiges und wohl diversifiziertes Immobilien-Portfolio

2. Unsere nachhaltige und kalkulierbare Dividenden-Politik

3. Unser robustes Geschäftsmodell

Abschliessende Frage - Was machen Sie persönlich, um sich fit und gesund zu halten - bzw. Was tut Ihr Unternehmen in Sachen Gesundheit für die Mitarbeiter?

Wir ermöglichen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diverse medizinische Routine-Leistungen (Impfungen, Sehtests, Melanom-Screening). Sie können außerdem die jährliche Gesundenuntersuchung direkt bei uns im Haus absolvieren. Am entscheidensten ist aber meiner Meinung nach, ein Umfeld zu schaffen, in dem Arbeit Spaß macht, im gesunden Einklang mit dem Familien- und Privatleben steht und keine Belastung darstellt.



(07.04.2016)

Ernst Vejdovszky


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